Spatenstich in Horn

Start für den größten Klinik-Umbau der Geschichte

Niederösterreich
23.04.2026 08:00

Im Waldviertel wird es nun ernst: In die zwei Schwerpunktkliniken Horn und Zwettl soll eine halbe Milliarde Euro investiert werden. Gmünd soll Zentrum  für tagesklinische Operationen werden. Aber die Schließungspläne für das bisherige Krankenhaus Gmünd bleiben aufrecht. Genauso wie der Widerstand aus der Region, der heute mit in St. Pölten demonstriert.

Das Waldviertel verfüge bereits jetzt über ein dicht vernetztes System, meinte man beim Startschuss für Ausbau und Sanierung der beiden Krankenhäuser Horn und Zwettl. „Ziel ist es, in den Gesundheitsregionen ein bis zwei Kliniken mit Schwerpunktfunktion zu entwickeln. Im Waldviertel sind das Zwettl und Horn“, erklärte LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam, dass die Versorgung im Land in Gesundheitsregionen gedacht werde.

Verbesserungen in der Gesundheitsregion
Bräutigam betonte ebenso, dass in Horn nach dem Umzug der Urologie von Waidhofen an der Thaya ein Operationsroboter im zweiten Quartal 2027 installiert werde, mit dem weitaus bessere OP-Ergebnisse erzielt werden können. Neben dieser Verbesserung für die Waldviertler mit robotischer Chirurgie soll auch ein „PET-CT“ dann im dritten Quartal folgen, das essenziell für fortschrittliche Onkologie und Krebsdiagnostik sei.

Spatenstich für die Ausweichquartiere des Landesklinikums Horn, die für den Umbau während des ...
Spatenstich für die Ausweichquartiere des Landesklinikums Horn, die für den Umbau während des laufenden Betriebs nötig werden. Später werden sie unter anderem für Ausbildungszwecke weiter genutzt.(Bild: René Denk)

Gmünd als neues Zentrum für Tagesoperationen
In das ohnehin schon stark ausgelastete und teils auch schon überlastete Spital Zwettl kommen künftig mit der Schließung der Klinik Gmünd weitere 1000 Operationen hinzu. Dort sollen zusätzlich nun keine zwei OP-Säle, sondern zwei „Eingriffsräume“ entstehen. Bräutigam: „Es werden dafür auch viele Operationen ausgelagert. In Gmünd wird ein Zentrum für tageschirurgische Medizin entstehen, das viele Eingriffe abfängt.“

154 Millionen Euro werden in die Grundausbaustufen von Zwettl und Horn gesteckt, weitere 330 Millionen Euro in die Generalsanierung von Horn, betonte Landesrat Anton Kasser.

Kasser: „Rechtsstreit kostet nur unnötig Zeit und Geld“
Die neue Analyse des Anwalts der Stadt Gmünd, der sie im Rechtsstreit um den Spitalserhalt gegen das Land vertritt, fiel negativ für die Stadt aus. Zu dieser Debatte meinte der Landesrat, dass er „überhaupt kein Interesse“ habe, mit irgendeiner Gemeinde im Land vor Gericht zu ziehen. Das koste nur unnötig Zeit und Geld, das man viel besser verwenden könne.

„Konstruktive Gespräche“
Mit dem Verein „LKGmündbleibt“ sei er in konstruktiven Gesprächen. Bei einem Rundgang mit Vertretern des Vereins „sind wir relativ gut übereingekommen, dass der Standort jetzt nicht führbar ist. In Zukunft bräuchte es einen gewaltigen Umbau. Das würde bedeuten Schließung – im laufenden Betrieb undenkbar“.

Zumindest sei man sich in den Grundsätzen einig, dass es hier Veränderungen brauche. Das Krankenhaus wegzunehmen sei natürlich schmerzhaft für Gmünd und der Landesrat verstehe das auch. Aber mit dem Ambulatorium, das schon weit gediehen sei, schaffe man einen großartigen Ersatz für die medizinische Versorgung.

Auch Betreuungsplätze zur Patientenbeobachtung
„Das Einzige, was dann nicht mehr vor Ort ist, ist eine Bettenstation, aber ansonsten gibt´s Betreuungsplätze. Also wenn ein Patient kommt und beobachtet werden muss, dann kann das auch in Gmünd künftig geschehen. Also: Die Menschen brauchen sich also nicht zu fürchten. Die Menschen sind und werden top versorgt werden in diesem Ambulatorium. Da bin ich mir ganz sicher“, strich Kasser zum Schluss nochmals hervor.

Widerstand aus der Bevölkerung
Der Verein LKGmündbleibt sieht das ganz anders. Mit zehn anderen Initiativen aus Niederösterreich tritt er heute, Donnerstag, ab 10.30 Uhr gegen die Veränderungen des Gesundheitspakts in St. Pölten auf. Die Großdemonstration ist von 500 bis 1000 Personen angemeldet. Ein Marsch findet von der Nähe des Bahnhofs bis zum Landhaus statt, wo dann eine Abschlusskundgebung gemacht wird. Um 12.50 Uhr ist die Demo vorbei, weil bald darauf die Landtagssitzung beginnen wird.  

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