Niederösterreichs zuständiger Spitalslandesrat Anton Kasser besuchte das von den Zusperrplänen des Gesundheitspakts betroffene Landesklinikum Gmünd: Neben der Krankenhaus-Leitung waren auch Mitglieder des Vereins LKGmündbleibt, der die Schließung bekämpft, und die „Krone“ mit dabei: Harte Argumente prallten aufeinander.
Die Anspannung war deutlich spürbar! Im Streit um die Zukunft des Spitals Gmünd machte sich Landesrat Anton Kasser vor Ort selbst ein Bild, und zwar auch mit zwei Vereinsvertretern von LKGmündbleibt. Dabei war ebenso der langjährige, pensionierte kaufmännische Direktor des Landesklinikums, Karl Binder.
Schonungslos wurden viele Bereiche des fast grundsanierten, aber alten, Baus begangen. Fehlende Toiletten bei einzelnen Patientenzimmern, der Aufwachraum, der in einem anderen Stock als der OP-Saal ist oder nicht mehr zeitgemäße Arbeitsplätze ohne Tageslicht wurden gezeigt. „So eng und verwinkelt wie hier ist es sonst in keiner Klinik in NÖ“, betonte Kasser beim Rundgang.
Vieles genauso woanders problematisch
Vieles könne umgebaut und besser eingeplant werden, entgegneten die beiden Klinik-Kämpfer und dass man auch in anderen Spitälern keineswegs alles an aktuelle Standards anpassen könne. „Wir brauchen hier weiterhin stationäre Betten“, forderte man die Beibehaltung der Orthopädie, der Internen und der Station für Remobilisation. Letztere war auch der Lichtblick des Rundgangs: Hochmodern umgebaut, verfügt diese über einen erstklassigen Ruf weit über Bezirksgrenzen hinaus.
Vorzeige-Abteilung soll nach Waidhofen siedeln
Laut den Zusperr-Plänen soll die „Remob“ dann in der Klinik Waidhofen in der Thaya angesiedelt werden. Kasser betonte, dass man mehr als 315 Millionen Euro in die Sanierung von Horn investiere. 90 Millionen Euro davon wurden dafür im Landtag bereits beschlossen.


Nur ein neues Schwerpunktspital im Waldviertel?
Warum man dann nicht gleich in eine große neue Klinik im Waldviertel investiert und alle anderen zusperrt? „Das würde vermutlich mehr als eine Milliarde kosten.“ Mit Wiener Neustadt und dem Weinviertel sind zwei neue Kliniken im Plan, die man auch noch finanzieren müsse. Ex-Direktor Binder hielt dagegen: „Langfristig gesehen könnte es aber trotzdem billiger sein.“ Das hielt der Landesrat durchaus für möglich, aber dennoch würde man das Geld dafür auch haben müssen.
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