Eigentlich hätte Moritz Wiesinger an jenem Tag für seine Ausbildung in der Landesberufsschule Stockerau/NÖ als Elektriker lernen müssen. Eine Notfall-App, die ihn über einen Atem-Kreislauf-Stillstand informierte, ließ ihn jedoch die geltende Anwesenheitspflicht ignorieren. Er rettete stattdessen als Ersthelfer das Leben eines Mannes.
Er hat das „Helfer-Gen“ sozusagen im Blut: Auch die Eltern von Moritz Wiesinger, der die Landesberufsschule Stockerau/NÖ besuchte, sind beide beim Roten Kreuz tätig. „Er ist mir mit seinem Wissen schon früher positiv aufgefallen – als Elektriker war unser 16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs für ihn dann ohnehin eine Selbstverständlichkeit“, erinnert sich Klassenvorstand Erich Jexenflicker.
„Team Österreich“-App des Roten Kreuzes schlug Alarm: Moritz startete!
Was ist passiert? Eigentlich hätte der nunmehrige Lebensretter Moritz Wiesinger sein Wohnheim-Zimmer gar nicht verlassen dürfen, da er in der sogenannten „Lernzeit“ Anwesenheitspflicht hat. Als am Handy jedoch die Lebensretter-App des „Team Österreich“ lauten Alarm schlug, zögerte er nicht: Der 18-Jährige rannte zu den nahen Koordinaten, wo ein Mann mit einem Atem-Kreislauf-Stillstand kämpfte. Sofort begann der jugendliche Ersthelfer mit der Reanimation - erfolgreich!
Mehr über die Lebensretter-App: webapp.team-oesterreich.at
Kleine Ehrung mit „prominenter Beteiligung“
„Moritz tritt da voll in die Fußstapfen seiner Eltern, die beide beim Roten Kreuz stark aktiv sind“, lobte Schuldirektor Helmut Blamauer bei einer kleinen „Ehrungs-Runde“ den engagierten Schüler – und drückte wegen des „Schwänzens“ in diesem erfreulichen Fall freilich ein Auge zu. Und als der Präsident des Roten Kreuzes NÖ, Hans Ebner, davon hörte, kam er persönlich zu der kleinen Ehrung. Im Gepäck hatte er etwas, was dem Rot-Kreuz-Fan wohl eine besondere Freude bereitete – einen Notfallrucksack!
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