Projekt am Traunsee

„Wohnbau entspricht den rechtlichen Vorgaben“

Oberösterreich
21.04.2026 14:00

Vor wenigen Wochen wurde in der Seegasse in Gmunden am Ufer des Traunsees ein neues Wohnhaus fertiggestellt. Im Gemeinderat sorgte das Projekt für eine Debatte – siehe Artikel rechts. Dazu nimmt nun auch Gabriel Grabner, Geschäftsführer der Seegasse Projekt GmbH, ausführlich Stellung. 

„Krone“: Der Gestaltungsbeirat der Stadt hat bereits vor vier Jahren grünes Licht für das Projekt gegeben, nun wird darüber diskutiert. Können Sie das nachvollziehen?
Gabriel Grabner: Neben der Zustimmung des Gestaltungsbeirats liegen selbstverständlich auch sonst alle notwendigen Bewilligungen vor. Gerade in Gmunden läuft der Bewilligungsprozess mit dem Gestaltungsbeirat sehr transparent ab. Darüber hinaus agieren das Bauamt und der Bürgermeister sehr professionell und umsichtig. Wir können daher die plötzliche Debatte überhaupt nicht verstehen. Hier wird offenbar politisches Kleingeld am Rücken von seriösen Unternehmen gewechselt. Die Grenze ist dort überschritten, wo geschäftsschädigende Unwahrheiten verbreitet werden.

Diesen Ausblick bietet das Penthouse des Wohnobjekts in der Seegasse.
Diesen Ausblick bietet das Penthouse des Wohnobjekts in der Seegasse.(Bild: Seegasse Projekt GmbH)

Auslöser der Diskussionen waren Fragen zur Größe des Grundstücks?
Auch dieser Vorwurf ist nicht nachvollziehbar. Besonders ärgerlich ist aber, dass für Gemeinderat Simmer ein kurzer Blick ins öffentliche Grundbuch gereicht hätte, um festzustellen, dass es sich um drei Grundstücke handelt und ein gültiger Bauplatzbescheid vorliegt. Stattdessen wird über die Medien mit unrichtigen Behauptungen Stimmung gegen das Projekt gemacht, nur um die eigene politische Agenda zu verfolgen.

Gabriel Grabner, Geschäftsführer der Seegasse Projekt GmbH und Inhaber von Immobilien Grabner.
Gabriel Grabner, Geschäftsführer der Seegasse Projekt GmbH und Inhaber von Immobilien Grabner.(Bild: Grabner Immobilien)

Hinterfragt werden auch Mindestabstände?
Der Mindestabstand zu Nachbargrundstücken beträgt für Gebäude drei Meter, bei unserem Projekt ist er sogar noch größer. Auch der Abstand zur Straße ist rechtskonform. Darüber hinaus wurde die Lage des Gebäudes und der Balkone im Zuge eines umfangreichen und teilweise sogar öffentlichen Abstimmungsprozesses festgelegt.

Gemeinderat Simmer kritisiert den Bau einer Asphaltstraße statt der verpflichtenden Pflastersteine?
Der mit Autos befahrbare Teil der Seegasse wurde auf Wunsch der Stadtgemeinde asphaltiert. Als Gemeinderat sollte das Simmer eigentlich bekannt sein. Der nicht befahrbare Teil wurde selbstverständlich wieder neu gestöckelt.

Kommen wir zum Gebäude am Traunseeufer zurück. Was macht es aus Ihrer Sicht so besonders?
Wir legen bei unseren Projekten großen Wert auf architektonische Qualität, durchdachte Grundrisse und eine stimmige Einbindung in die Umgebung. Auf dieses Projekt sind wir besonders stolz. Es handelt sich um eine der schönsten Gmundner Lagen – ruhig und dennoch nur wenige Minuten vom Zentrum und Bahnhof entfernt. Gerade der unverbaubare See- und Bergblick machen den Standort besonders attraktiv und gefragt. Trotzdem achten wir auf eine vernünftige Preisgestaltung. Besonders wichtig war uns der nachhaltige Umgang: Aus zwei zuvor unbewohnten und stark sanierungsbedürftigen Häusern wurde hochwertiger Wohnraum geschaffen.

Planen Sie trotz des Polit-Theaters weitere Projekte?
Wir sehen das grundsätzlich gelassen, auch wenn die Art und Weise der emotionalen Stimmungsmache unverständlich ist. Da dies jedoch nicht den realpolitischen Umständen entspricht und in Gmunden Bauprojekte sehr professionell umgesetzt werden, freuen wir uns natürlich auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Generell muss man sich aber schon die Frage stellen, wohin es führt, wenn Unternehmer zum Spielball der Kommunalpolitik werden. Dies schreckt davon ab, Verantwortung zu übernehmen. Eine Rückkehr zu einem respektvollen, sachlichen Diskurs ist nicht nur wünschenswert, sondern unerlässlich.

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