Poker im Hintergrund

Der erste Flug von Linz nach Frankfurt hebt ab

Oberösterreich
29.03.2026 11:20

Die für den Linzer Airport wichtige Verbindung wird am Sonntag wieder aufgenommen, der erste Flug soll zu 30 Prozent ausgelastet sein. Die Maschine ist in Linz stationiert – das bringt Vorteile. Indes laufen hinter den Kulissen Gespräche zur Eigentümerstruktur des Flughafens.

„Es ist alles auf grün und bereit“, sagt Flughafen-Sprecher Ingo Hagedorn. Der erste Flieger der dänischen Airline DAT von Linz nach Frankfurt kann also am Sonntag um 17.30 Uhr wie geplant abheben. Damit wird die Verbindung – mit bis zu 36 Millionen Euro Subvention des Landes Oberösterreich – wie berichtet wieder aufgenommen.

30 Prozent Auslastung bei erstem Flug
Die Maschine hat 70 Sitze, doch Platzsorgen müssen Passagiere zu Beginn nicht haben. „Wir erwarten eine Auslastung um die 30 Prozent für den ersten Flug“, sagt DAT-Sprecherin Ann Hartl. In maximal dieser Größenordnung dürfte sich die Auslastung in den ersten Wochen generell bewegen. „Wir müssen die Verbindung schrittweise wieder hochfahren, weil sich der Markt andere Wege gesucht hat, über München oder Wien“, sagt Ingo Hagedorn vom Linzer Airport.

Die Flugstrecke wird zum Großteil von Geschäftsreisenden genutzt – hier ist europaweit ein Trend festzustellen: „Viele schauen in der Wirtschaft momentan auf die Kosten. Monteure fliegen so oft wie vorher, aber gerade in der Verwaltung haben Flüge abgenommen“, sagt Hagedorn. Statt persönlichen Treffen finden viele Meetings inzwischen per Videokonferenz statt.

Maschine „übernachtet“ in Linz
Das dänische Flugzeug wird jedenfalls in einem Hangar in Linz stationiert. Das ist wichtig für den Airport, denn so sind attraktive Flugzeiten möglich. Die Maschine kann frühmorgens von Linz abheben und abends spät wieder in den Hangar zurückkehren. Dort ist das Flugzeug im Winter vor Vereisungen geschützt und zudem einfach zu warten - ein weiterer Vorteil.

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Wenn die Maschine hier stationiert ist, hat man vielleicht einmal die Möglichkeit, sie auch anderweitig einsetzen zu können.

Ingo Hagedorn, Flughafen-Sprecher

Das günstigste Ticket für die Strecke kostet übrigens 79 Euro. In den kommenden Wochen soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem Anschlussflug an die finale Destination durchzubuchen. „Das Gepäck durchzuchecken, geht jetzt schon“, sagt Hagedorn.

Verhandlungspoker um Airport-Anteile
Während auf dem Rollfeld die Flieger abheben, laufen hinter den Kulissen Gespräche zur Eigentümerstruktur des Airports. Dieser gehört je zur Hälfte Land Oberösterreich und Stadt Linz. Das Land möchte, wie berichtet, städtische Anteile übernehmen. Der Stadt kommt das angesichts ihres klammen Budgets nicht ungelegen – ein Deal scheint also realistisch. Denkbar ist auch, dass das Land zuerst Anteile der Stadt übernimmt, um sie dann weiter an private Investoren zu veräußern. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Manager Jörg Ebbighausen
Manager Jörg Ebbighausen(Bild: Privat)

Derzeit „laufen Gespräche auf Fachebene“, heißt es aus dem Büro von Landeshauptmann Thomas Stelzer. Es geht um eine Bewertung, wie viel die Anteile der Stadt wert sind, und ob ein möglicher Deal EU-rechtskonform wäre. Indes wird der neue Flughafen-Chef Jörg Ebbighausen bereits per 1. Mai seine Arbeit aufnehmen. Mit Jahreswechsel wird er dann alleiniger Geschäftsführer.

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