Zwischen 18 und 47 Jahren alt sind die neun Mitglieder der „Ninja-GmbH“, die sich am Dienstag am Landesgericht Ried verantworten mussten. Unter anderem wegen Drogenhandels wurden fünf Mitglieder verurteilt, vier weitere vorerst ausgeschieden. Die Verurteilten bekamen jeweils mehrjährige Haftstrafen.
Als „Ninja GmbH“ bezeichnete sich eine Gruppe teils noch recht junger, aber um nichts weniger professioneller Drogendealer im Innviertel. Laut Anklage wurde den neun inhaftierten Mitgliedern zwischen 18 und 47 Jahren vorgeworfen, zwischen Mai 2024 und Juni 2025 rund sechs Kilogramm Kokain und vier Kilogramm Cannabis aus Salzburg bzw. Deutschland in den Braunauer Bezirk geschmuggelt und dort verkauft zu haben.
Vier ausgeschieden, fünf verurteilt
Unter anderem wegen Drogenschmuggel und Drogenhandel musste sich diese Gruppe am Dienstag am Landesgericht Ried verantworten. Urteile gab es aber nicht für alle: Vier der Angeklagten wurden von der Verhandlung ausgeschieden. Sie bekommen einen neuen Termin, weil unter anderem noch Zeugen gehört werden müssen. Das Quartett bleibt indessen in Untersuchungshaft. Fünf von ihnen jedoch wurden gleich am Dienstag rechtskräftig verurteilt.
Zwei bis fast sechs Jahre
Unter ihnen auch der Erstangeklagte, der als Chef über die Machenschaften der Gauner entschieden haben soll. Er zeigte sich vor Gericht zu den Vorwürfen geständig und bekam fünf Jahre und zehn Monate Haft. Die restlichen Mitglieder kamen mit Haftstrafen zwischen drei Jahren und zwei Jahren und zwei Monaten davon.
Im Hotelzimmer gestreckt
Für den Transport der Drogen ins Innviertel hatte die Bande teils Autos mit gestohlenen Kennzeichen verwendet. In Hotelzimmern hätten sie die Drogen umgepackt und für den Verkauf vorbereitet. Dieser wiederum sei über anonyme Messenger-Dienste angebahnt worden, so die Anklage.
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