Die Gemeinden erweitern die Tagesbetreuung für Senioren: Die Einrichtungen sollen helfen, die Pflege-Lücke zu schließen. Vor allem Angehörige werden so im fordernden Alltag entlastet. Das Land hat im laufenden Budget 4,6 Millionen Euro für Tageszentren reserviert. Am Donnerstag war Eröffnung in Eben.
Wer einen Platz in einem Tageszentrum ergattert, kann oft länger zu Hause bleiben: Die Senioren haben so mehr Struktur im Alltag, singen, basteln oder kochen gemeinsam untertags. Und Angehörige bekommen die Chance auf eine Pause bei der fordernden Pflege daheim.
Unser neues Tageszentrum ist für den ganzen Ennspongau eine wichtige Einrichtung. Es entlastet Angehörige.

Franz Fritzenwallner, ÖVP-Bürgermeister in Eben
Bild: Markus Tschepp
32 Tageszentren gibt es derzeit in Salzburg. Die jüngste Einrichtung mit elf Plätzen wurde am Feiertag in Eben eröffnet. Das Hilfswerk betreibt das Zentrum im neuen Haus, wo auch betreutes Wohnen, Arzt und Apotheke untergebracht sind. Bürgermeister Franz Fritzenwallner (ÖVP): „Seniorenheim haben wir in der Gemeinde kein eigenes, da sind wir in einem Verbund. Umso wichtiger ist für uns das neue Angebot.“
Weitere Standorte sollen in Salzburg dazukommen: Radstadt, Salzburg-Lehen und ein zusätzliches Zentrum in Eugendorf werden heuer noch in Betrieb gehen. Auch Lofer ist am Planen. Das „Haus der Generationen“ soll aufgestockt und so zusätzlicher Platz für zehn Besucher gewonnen werden. Bürgermeister Norbert Meindl (ÖVP): „Wir hoffen, dass wir so unser Seniorenheim etwas freispielen können.“
Der Bau ist Gemeindesache. Das Land unterstützt den laufenden Betrieb von Tageszentren mit einem Zuschuss von 60 Euro pro Besucher und Tag. Im Budget von 2026 sind dafür 4,6 Millionen Euro reserviert.
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