Mountainbike-Weltcup

Mit der 1 greift Höll nach dem Heimsieg in Leogang

Seit dieser Saison fahren die Athleten des UCI Mountainbike-Weltcups mit Nummern. Jeder, der bisher mindestens einen Weltcupsieg erringen konnte, durfte sich eine Zahl aussuchen. Die „Krone“ erklärt die Gründe. Valentina Höll darf als Weltcupführende im Downhill mit der Nummer 1 fahren und schaffte trotz schwieriger Bedingungen souverän die Quali fürs Rennen.

Seit dieser Saison kann man die besten Mountainbikefahrer noch besser erkennen. Denn im Winter führte der Weltverband UCI individuelle Nummern – ähnlich wie in der Formel 1 oder der MotoGP – ein. Nur Elitefahrer, die sich durch einen Sieg in ihrem jeweiligen UCI-Weltcup (Cross-Country Olympic, Cross-Country Short Track, Downhill oder Enduro) das Privileg erworben haben, dürfen eine Startnummer zwischen 2 und 999 zu wählen. Die 1 bleibt dem aktuellen Gesamtführenden der Weltcupwertung vorbehalten.

Downhill-Queen Valentina Höll hat sich vor Saisonstart die Nummer 11 ausgesucht. Durch ihre zwei Weltcupsiege in den ersten zwei Rennen ist sie freilich mittlerweile die große Gejagte und trägt daher die Nummer 1. Mit dieser fuhr sie auch in der Qualifikation für ihr Heimrennen am Samstag (14.15) in Leogang.

„War sehr nervös“
Bei sehr schwierigen Bedingungen aufgrund des vielen Regens wollte die 24-Jährige nur durchkommen. „Es war mega konservativ. Ich bin einfach nur heruntergerollt“, erklärte sie danach und gab offen zu: „Ich war mega nervös!“.

Valentina Höll
Valentina Höll(Bild: Stefan Voitl)

Dennoch qualifizierte sie sich als Dritte hinter Siegerin Marine Cabirou souverän fürs Finale. Dort sollten die Wetterbedingungen etwas besser sein. Der Freitag glich für die Athleten nämlich einer Schlammschlacht. Dass die Damen erstmals erst nach den Herren (Dylan Maples war in der Quali am schnellsten, der Schladminger Andreas Kolb wurde Vierter) fahren, ist jedoch kein Vorteil. „Die Strecke wird schon gscheit mitgenommen, aber es ist für alle das Gleiche“, weiß Höll.

Zusätzliche Motivation wird Höll ihre Freundin und die zweifache Olympiasiegerin im Ski-Freestyle Mathilde Gremaud geben. Die Schweizerin unterstützt Höll nicht nur im Ziel, sondern war beim Cross Country Shorttrack-Rennen eingeteilt, durfte den Glockenschlag vor der letzten Runde ausführen.

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