Nach Prohaska-Sager

Rangnick-Verlängerung: Jetzt reagiert Pröll!

Fußball National
20.04.2026 13:48
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die vom ÖFB angepeilte Vertragsverlängerung mit Teamchef Ralf Rangnick lässt weiter auf sich warten. Österreichs Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska erklärte dazu am Sonntag in der Sky-Sendung „Talk und Tore“, man könne diesbezüglich auch bis nach der WM warten. ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll sagte am Montag, ob die Entscheidung in dieser Angelegenheit vor oder nach dem Turnier falle, sei „zweitrangig“. Klar sei, dass man eine längere Zusammenarbeit anstrebe.

Pröll äußerte sich zu dieser Angelegenheit im Rahmen der Jahrestagung der Sportjournalisten-Vereinigung „Sports Media Austria“ am ÖFB-Campus in Wien-Aspern. „Aus der sportlichen Analyse geht eindeutig hervor, dass wir unabhängig von der WM Interesse an einer Verlängerung haben“, meinte der Ex-Vizekanzler. Dabei seien auch ökonomische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. „Wir werden schauen, ob es vor oder nach der WM möglich ist, aber ich denke, es ist vor der WM möglich.“

Einmal mehr berichtete Pröll von „sehr positiven Gesprächen“ mit Rangnick. „Wir tauschen uns immer offen aus.“ Der Wille des ÖFB, mit dem Deutschen über den Sommer hinaus zusammenzuarbeiten, sei „unbestritten“ da. Man arbeite daran, den neuen Kontrakt zu finalisieren, werde allerdings keine Wasserstandsmeldungen abgeben.

Rangnicks Jahresgehalt soll auf 2 Mio. Euro verdoppelt werden
Im Rahmen des jüngsten Nationalteam-Lehrgangs Ende März war bekannt geworden, dass Rangnick vom ÖFB ein neuer Vertrag mit einem Jahresgehalt von zwei statt bisher einer Million Euro angeboten wurde. Der Großteil der Verdoppelung würde durch Sponsoren gestemmt werden. Eine Einigung steht noch aus, was aber nicht an den finanziellen Bedingungen liegen soll. Rangnicks aktueller Vertrag endet nach der WM.

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel
ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel(Bild: Mario Urbantschitsch)

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel hat zu diesem Thema eine eindeutige Meinung. „Von mir gab es im Aufsichtsrat eine klare Empfehlung, die Zusammenarbeit, wenn es möglich ist, fortzusetzen, und ich hoffe natürlich, dass es gelingen wird“, erklärte der Ex-Teamspieler.

Rangnick habe seit seinem Amtsantritt 2022 für eine positive Entwicklung gesorgt. „Es ist sehr klar, wie wir spielen wollen. Wir treten als Team sehr geschlossen auf, sind selbstbewusst und haben gerade auch eine sehr gute Generation, die mit einem tollen Trainerteam Erfolge einfährt, die wir und alle erhoffen und auch für die WM erwünschen.“

Schöttel: Euphorie rund um ÖFB-Team
Rund um die Nationalmannschaft herrsche eine Euphorie, konstatierte Schöttel. „Der Teamchef ist spannend, die Spieler sind spannend und die Spiele sind spannend. Jeder traut uns etwas zu, wir selbst auch.“

Dem ÖFB-Team wird bei der WM einiges zugetraut.
Dem ÖFB-Team wird bei der WM einiges zugetraut.(Bild: GEPA)

Schon bei der EM 2024 in Deutschland habe man große Zuversicht verspürt. „Wir haben es nicht verstehen können, dass wir dann im Achtelfinale gegen die Türkei ausgeschieden sind, das hat bei jedem Wochen gedauert. Vom Mindset her war es klar, wir marschieren durch bis ins Finale.“ Vertrauen in die eigenen Stärken sei die Basis für Erfolge. „Es ist sicher ein Verdienst von Ralf Rangnick, der das in die Köpfe gebracht hat.“

Man sei zwar „definitiv kein Favorit auf den WM-Titel“, so Schöttel, „aber wir sehen uns auch nicht als Außenseiter. Wir sind ein Team, gegen das niemand gerne spielt und das definitiv überraschen kann. Es gibt bei jedem Turnier eine Mannschaft, mit der man nicht rechnet und die weit kommt. Es wäre schön, wenn wir diese Mannschaft sein könnten.“

Pröll: ÖFB-Team kein WM-Außenseiter
Pröll betonte ebenfalls, man wolle kein Außenseiter sein. „Wir möchten die Gruppenphase nicht nur überstehen, sondern aktiv spielen, um weiterzukommen. Dann werden wir sehen, wie es sich entwickelt.“

Ein weiter Vorstoß wäre für den ÖFB auch deshalb positiv, weil sich dadurch die FIFA-WM-Zahlungen erhöhen würden. Fix kalkulieren darf der ÖFB derzeit nur mit rund neun Millionen Euro, was bei Pröll keine große Freude auslöst. „Die Zahlungen der FIFA sind ernüchternd.“

Man bewege sich etwa in dem Bereich der EURO 2024, nur seien die Organisationskosten damals um einiges niedriger gewesen. Erschwerend kommen die unterschiedlichen Steuersysteme in den US-Bundesstaaten hinzu. „Wir können derzeit nicht sagen, welchen Profit es für den ÖFB gibt, wenn es überhaupt einen gibt.“ Man müsse sich um den Verband deshalb jedoch keine Sorgen machen, ergänzte der Aufsichtsratschef.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

KMM
Kostenlose Spiele