„Wie aus Bilderbuch“

So eitel sind die Männer der Trump-Regierung

Außenpolitik
20.04.2026 14:00

In der Vergangenheit hat Donald Trump wiederholt abfällige Kommentare über Frauen und ihr Aussehen gemacht. Doch auch Männer bleiben von seinen ungefilterten Bemerkungen nicht verschont. Seine offenkundige Besessenheit von Äußerlichkeiten scheint sogar Einfluss darauf zu haben, wer welche Position innerhalb der Regierung erhält.

Vor einigen Wochen sorgte ein Foto für Aufsehen, das US-Außenminister Marco Rubio mit offensichtlich viel zu großen Schuhen zeigte. Diese hatte Trump höchstpersönlich für seinen Chefdiplomaten und andere Männer innerhalb seiner Administration bestellt. Da er die Größe nur geschätzt hat, haben sie den Männern teils nicht gepasst.

Trump ersetzte „schäbige Schuhe“ seiner Minister
Davor hatte Trump ein wichtiges Treffen unterbrochen, um Vance und Rubio wegen ihrer „schäbigen“ Schuhe zurechtzuweisen. Bisweilen scheint die Eitelkeit des Präsidenten und seiner Minister bisher ungewohnte Ausmaße anzunehmen.

Besonders gut war der Halt in Rubios Schuhen wohl nicht.
Besonders gut war der Halt in Rubios Schuhen wohl nicht.(Bild: AP/AP via APA)

Haarausfall macht Trump zu schaffen
Vergangenen Herbst hatte sich der US-Präsident über ein Titelfoto des „Times Magazine“ beschwert, auf dem er seiner Meinung nach kahlköpfig aussah. Auf seiner Plattform „Truth Social“ schrieb er dazu: „Das Time Magazine hat einen guten Artikel über mich geschrieben, aber das Foto ist vielleicht das schlechteste aller Zeiten. Sie haben meine Haare verschwinden lassen.“ Sein Haarausfall scheint den Präsidenten generell zu beschäftigen: In der Vergangenheit scherzte er immer wieder darüber, wie sehr er sich bemühe, „die kahle Stelle zu verstecken“.

„Diese Typen sind Prachtexemplare“
Trump kommentiert auch immer wieder das Aussehen anderer Männer. Während seiner ersten Amtszeit schwärmte er wiederholt über die Piloten der Air Force One und verglich sie mit Tom Cruise. „Diese Typen sind Prachtexemplare. Perfekte Exemplare eben“, sagte er in einem Interview.

Trump-Regierung „wie aus dem Bilderbuch“
Trumps Fokus auf ein gepflegtes Äußeres scheint sich sogar auf seine  Personalentscheidungen auszuwirken. Bei der Besetzung von Führungspositionen in der Regierung sprach er immer wieder davon, wie „wunderschön“ bestimmte Kandidaten und Kandidatinnen seien. Anna Kelly, eine Sprecherin des Weißen Hauses, sagte: „Präsident Trump hat die talentierteste und fähigste Regierung in der Geschichte zusammengestellt.“ „Und“, fügte sie hinzu, „sie sind zufällig wie aus dem Bilderbuch!“

Pete Hegseth trägt die Haare im sogenannten „Gordon-Gekko“-Stil.
Pete Hegseth trägt die Haare im sogenannten „Gordon-Gekko“-Stil.(Bild: AP/Rebecca Blackwell)

Trump-Vertraute orientieren sich an seinem Look
Tatsächlich scheinen sich Trumps enge Vertraute und Berater an seinem Look zu orientieren. Er selbst trägt fast immer Anzüge und Kleidung, die sich scheinbar an den 80er-Jahren orientiert. Dazu gehören etwa die roten Krawatten und die nach hinten frisierten Haare, wie sie auch Kriegsminister Pete Hegseth trägt. Dieser soll kürzlich Fotografen von Meetings zum Iran-Krieg ausgeschlossen haben, weil er deren Aufnahmen von ihm als „unvorteilhaft“ empfand, wie die „Washington Times“ berichtete.

Hegseth wollte eigenes Schmink-Studio
Vergangenes Jahr soll Hegseth die Einrichtung eines eigenen Make-up-Studios im Pentagon angeordnet haben. Anfang 2025 soll ein hauseigenes Bauteam das an den Pressebriefingraum angrenzende Zimmer renoviert haben: Unter anderem wurde ein großer Spiegel mit Schminkbeleuchtung installiert. Die Umgestaltung des Raumes hätte mehrere tausend Dollar gekostet, wie „CBS News“ berichtete. Hegseth schminke sich vor seinen Fernsehauftritten jedoch selbst und bezahle dafür keinen Maskenbildner, sagte ein Verteidigungsbeamter gegenüber „CBS“. Hegseth reagierte mit einem wütenden Posting auf X auf den Bericht: „Völlig erfundene Geschichte. Keine Befehle und kein Make-up.“

Präsident umgeben von besonders „maskulinen“ Männern
Experten orten in der Eitelkeit des Präsidenten eine Art, sein eigenes Image zu kontrollieren, wie die „New York Times“ berichtet. Demnach würde er in geringerer Attraktivität ein Zeichen der Schwäche und des Verlierens sehen. Trump umgibt sich auch gerne mit Männern, die stark maskuline Eigenschaften verkörpern, wie auch muskelbepackte Influencer. Auch Männer, die seine eigene Gesundheit anpreisen, sind gern gesehene Gäste im Weißen Haus. JD Vance sagte in einem Interview: „Donald Trump ist so gesund wie kaum jemand, den ich kenne. Ich sage ihm immer wieder, dass er unglaubliche Gene hat.“

Wenngleich er sich gerne mit Boxern oder Bodybuildern umgibt, treibt Trump selbst wenig Sport. Nur mit gelegentlichen Golfrunden hält er sich fit.

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