Liefering verliert

Enttäuschende Zweitliga-Rückkehr nach Grödig

Sport
07.08.2026 20:24

Nach dreieinhalb Jahren gab es Freitagabend wieder Zweitliga-Fußball in Grödig. Und das Duell zwischen Liefering und Hertha Wels bot einiges. Fünf Tore, ein Ausschluss sowie eine aufreibende Schlussphase. Die Jungbullen zogen am Ende aber den Kürzeren.

Endlich wieder 2. Liga in Grödig! Erstmals seit 11. November 2022 (damals besiegte Liefering die Admira dank Goldtors von Karim Konate 1:0) kickten die Jungbullen wieder am Fuße des Untersbergs. Aufgrund des anstehenden Supercup-Finals trägt Liefering die ersten beiden Heimspiele in Grödig aus. Doch nach der Rückkehr, die Bullen-Sportboss Marcus Mann wie auch Kapitän Nikolas Veratschnig vor Ort verfolgten, hat die aktuelle Elf keine guten Erinnerungen an die Ausweichspielstätte. Denn die Elf von Trainer Danny Galm verlor gegen Hertha Wels mit 2:3. „Wir haben 45 Minuten hergeschenkt, sind in kein Duell gekommen“, beklagte der Coach.

Lieferings Palacios spielte nur neun Minuten
Besonders Mayker Palacios wird Grödig in Zukunft lieber meiden wollen. Der Kolumbianer kam in der 66. Minute ins Spiel, wurde in der 75. aber vom Schiedsrichter zum Duschen geschickt. Der 19-Jährige kam zweimal zu spät und erhielt, zum Unverständnis der Liefering-Bank, für beide Vergehen den gelben Karton. „Wir wollten durch solche Wechsel Emotion reinbringen. Die haben wir nur kurz drin gehabt. Aber kein Vorwurf an ihn, eher draus lernen“, meinte Galm.

Von Anpfiff weg wirkten die Gäste aus Wels bissiger, hatten das Spiel unter Kontrolle und gingen durch Tolgahan Sahin (14.) verdient in Führung. Die Defensive der Jungbullen machte dabei nicht den besten Eindruck. Danach wachte Liefering auf, kam immer besser in die Partie und erzielte in Person von Miha Matjasec (31.) den verdienten Ausgleich.

Jubelte am Ende einmal öfter als Liefering: Hertha Wels.
Jubelte am Ende einmal öfter als Liefering: Hertha Wels.(Bild: GEPA)

Kurz nach Wiederanpfiff der nächste Dämpfer: Herthas Malinowski zog nach einem Freistoß außerhalb des Strafraums ab und brachte die Oberösterreicher wieder in Führung. Nach dem Ausschluss von Lieferings Palacios fand Wels mehr Räume vor, Joker Isa Jabbeh nutzte diesen in Folge eines Konters (80.) perfekt aus. Die Jungbullen gaben sich aber nicht aus, Kapitän Julian Hussauf (84.) brachte sein Team auf 2:3 heran und damit wieder Feuer in die Partie. Schlussendlich reichte es aber nicht für Zählbares. 

Somit lachte am Ende nur ein Salzburger, nämlich Nikolas Freund. Der Neo-Welser meinte nach Abpfiff: „Wir hätten mehr Tore machen müssen.“

2. Liga: Liefering – Hertha Wels 2:3 (1:1). – Torfolge: 0:1 (14.) Sahin, 1:1 (31.) Matjasec, 1:2 (50.) Malinowski, 1:3 (80. Jabbeh), 2:3 (84.) Hussauf. – Gelb-Rot: Palacios (Liefering, 75., Foul). – FC Liefering (4-3-3): Sarcevic; Hussauf, Masching, Pokorny, Zangerl (78. Nisic); Aleksic (66. Palacios), Riquelme, Ivanschitz; Matjasec, Adejenughure, Werner (66. Traore). – Stadion Grödig, Ristoskov.

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