Junge im Fokus

„Mehr Zeit für mich“ und Angst, etwas zu verpassen

Tirol
19.04.2026 18:30

Die von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Jugendstudie liefert weitere Details, was die Jugend und junge Erwachsene beschäftigt. Und sie zeigt einen Vergleich zwischen österreichweit Befragten und Tiroler Teenagern.

Unter Tirols Jugendlichen steht eine Lehrausbildung deutlich höher im Kurs als im Rest Österreichs. Diese Erkenntnis förderte die von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Trendstudie „Jugend in Österreich 2026“ zutage. In dieser wurden – wie berichtet – 3072 bundesweit Befragte im Alter von 13 bis 29 Jahren 600 Schülerinnen und Schülern im Alter von zwölf bis 17 Jahren hierzulande gegenübergestellt.

Bei einem genaueren Blick zeigt die Studie noch weitere interessante und zum Teil brisante Details, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten.

Viele junge Österreicher haben den Vorsatz, weniger Zeit in den Sozialen Medien zu verbringen.
Viele junge Österreicher haben den Vorsatz, weniger Zeit in den Sozialen Medien zu verbringen.(Bild: EPA/ANDY RAIN)

Weniger Zeit auf dem Handy als Vorsatz
So etwa zu den Vorsätzen der jungen Erwachsenen bzw. Jugendlichen. „Mehr Zeit für mich selbst nehmen“ wollen bundesweit 49 Prozent. Unter Tirols Jugendlichen sagen das mit 59 Prozent deutlich mehr. Eng damit verknüpft ist die Aussage, „weniger Zeit auf dem Handy bzw. in den Sozialen Medien“ verbringen zu wollen. Österreichweit haben „nur“ 41 Prozent diesen Vorsatz gefasst, während in Tirol immerhin 53 Prozent dieses Ziel verfolgen.

Weniger Geld ausgeben möchten bundesweit 33 Prozent der Befragten, während hierzulande 44 Prozent diesen Vorsatz gefasst haben. Den Plan, Geld auf die Seite zu legen, verfolgen unterdessen mit bundesweiten 44 Prozent und 42 Prozent in Tirol ähnlich viele Befragte.

(Bild: Krone KREATIV)

Steigende Kriminalität und Teuerung Grund zur Sorge
Lohnenswert für die Politik ist auch ein genauerer Blick auf die Sorgen rund um aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen, die die Befragten umtreiben. Österreichweit machen sich 48 Prozent Sorgen wegen einer steigenden Gewaltbereitschaft, Kriminalität und Anschlägen, unter Tirols Jugendlichen sind es aber nur 39 Prozent.

Die steigenden Lebenserhaltungskosten und der Gedanke, sich weniger leisten zu können, plagt österreichweit 50 und in Tirol 33 Prozent. Eine Verschlechterung der Wirtschaftslage befürchten unterdessen 39 Prozent der 3072 und 25 Prozent der 600 Befragten.

Probleme mit dem Schlaf und auch mit der Psyche
Ein Alarmsignal nicht nur für die Politik, sondern für die Gesellschaft generell: Befragt nach den negativen Einflüssen auf die körperliche Gesundheit antworten österreichweit 43 Prozent, dass sie mit Schlafmangel bzw. Schlafproblemen zu kämpfen haben, in Tirol sind es 38 Prozent. Dauerstress und fehlende Erholung nennen 46 bzw. 34 Prozent der Befragten als Faktoren. Und mit psychischen Belastungen haben 35 Prozent der österreichweiten Teilnehmer und 22 Prozent der Jugendlichen in Tirol zu kämpfen.

Weitere wichtige Themen, Sorgen und Belastungen, die die jungen Erwachsenen in Österreich und die Jugendlichen in Tirol beschäftigen, finden sich in der Grafik oben.

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