Tirol betroffen

AK-Präsident fordert Aussetzen der CO2-Steuer

Tirol
18.04.2026 12:00

Wegen der geopolitischen Verwerfungen steigen auch die Preise für Heizöl. Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl erneuert nun die ÖVP-Forderung. Tirol sei durch die hohe Anzahl an Ölheizungen besonders betroffen. 

Noch immer zählen Heizölanlagen in Österreich zu wichtigen Wärmeversorgern für Eigenheime und Mietobjekte, vor allem im Westen. So beläuft sich die Anzahl der Ölheizungen in Tirol auf 89.000 Anlagen, bei österreichweit 440.000 (Zahlen 2024). Aufgrund der geopolitischen Verwerfungen steigen neben den Spritpreisen auch die Preise für Heizöl. Um hier entlastend entgegenzuwirken, fordert AK-Präsident Erwin Zangerl, „dass die CO₂-Steuer auf Heizöl vor allem für energiearme Haushalte vorübergehend ausgesetzt wird“.

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Wir müssen endlich Kenntnis davon haben, wo die Aufschläge erfolgen und ob auch zu Recht.

Tirols AK-Chef Erwin Zangerl

Woher kommen die Aufschläge?
Zugleich müsse die Bundesregierung dafür sorgen, dass auch die Gewinnaufschläge kontrolliert werden müssen. Auch hier fehle es an Transparenz, wer wie viel an einem Liter Heizöl verdient. „Wir müssen endlich Kenntnis davon haben, wo die Aufschläge erfolgen und ob auch zu Recht“, sagt Zangerl.

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Angesichts der scheinbar übermächtigen Marktteilnehmer wäre es höchst an der Zeit, hier endlich für Transparenz zu sorgen. 

Tirols AK-Chef Erwin Zangerl

„Nicht an der Nase herumführen lassen“
Derzeit kosten 100 Liter inklusive Aufschläge an der Börse 127,70 Euro. In Tirol sind mit Stand 16. April für 100 Liter 175,14 Euro zu bezahlen, „bei einer Abnahme von mindestens 3000 Litern“, rechnet Zangerl vor. Diese Differenz sei auf verschiedene Aspekte zurückzuführen. Etwa auf sogenannte Overhead-Kosten wie Transport, Personal etc. oder auch auf Gewinnaufschläge, in welcher Form auch immer.

Für Zangerl steht fest, dass, wie schon im Bereich der Lebensmittel oder bei Benzin und Diesel, endlich klare Verhältnisse zu schaffen sind, wer wie viel auf den Grundpreis aufschlägt und ob es eine Rechtfertigung dazu gibt. „Angesichts der scheinbar übermächtigen Marktteilnehmer wäre es höchst an der Zeit, hier endlich für Transparenz zu sorgen und sich nicht an der Nase herumführen zu lassen“, so Zangerl, der auf die Umgehung der OMV bei der Spritpreisbremse anspielt.

 

Abrutschen in Energie-Armut verhindern
Die 14-prozentige CO₂-Steuer solle, vor allem für energiearme Haushalte, ausgesetzt werden, solange sich die Lage auf den Weltmärkten nicht beruhigt, sagt Zangerl. „Die Akzeptanz für eine derartige Steuer sinkt, denn die Menschen begreifen nicht, warum von ihnen technisch einwandfreie Anlagen gefordert werden und sie sparen und eine Umwelt-Steuer zahlen müssen, während allein durch die weltweiten Kriegshandlungen Millionen Tonnen CO₂ in die Atmosphäre gepumpt werden.“

Der Staat stecke sich diese Steuer in die Tasche, „obwohl wir dafür sorgen müssten, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit haben, zu heizen und nicht in die Energiearmut abzurutschen“. 

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