Vor OÖ-Rundfahrt

Das Aus der legendären Höss freut im Ländle keinen

Sport-Mix
02.06.2026 18:25

Was die Alpe d‘Huez für die Tour de France ist, war die „Höss“ oberhalb von Hinterstoder in den vergangenen fünf Jahren für die Oberösterreich-Rundfahrt. Doch während die klassische Bergankunft in den französischen Alpen heuer gleich zweimal Etappenziel bei der „Grand Boucle“ sein wird, sucht man die Höss bei der zweitgrößten heimischen Rundfahrt 2026 vergeblich im Etappenplan.

„Wir müssen von Anfang an viel offensiver an das Rennen herangehen“, ist Paul Renger, Sportdirektor des „Team Vorarlberg“, beim Blick auf den Plan der Oberösterreich Rundfahrt 2026, die am Donnerstagabend in Linz mit einem 4,3 Kilometer Sprint auf den Pöstlingberg startet, überzeugt.

„Team Vorarlberg“-Sportdirektor Paul Renger reist heute mit seiner Equipe nach Linz an.
„Team Vorarlberg“-Sportdirektor Paul Renger reist heute mit seiner Equipe nach Linz an.(Bild: Peter Weihs)

Neue Schlussetappe verändert alles
Grund für die Einschätzung des gebürtigen Bayern: Anders als in den letzten fünf Jahren wird Österreichs zweitgrößte Rundfahrt nach der Tour of Austria diesmal nicht mit der spektakulären Bergankunft auf der Höss oberhalb von Hinterstoder enden. „Auf der Schlussetappe mit Start und Ziel am Stift Aigen-Schlägl sind zwar auch heuer 3400 Höhenmeter zu überwinden“, erklärt Renger, „Das Teilstück ist immer noch schwer. Aber über dieses Profil kann sich auch ein Sprinter drüberwuchten, wenn die Bergfahrer noch einmal Tempo herausnehmen. Für uns ist das sehr schade, weil das Rennen durchsichtiger und die Gesamtwertung um einen Ticken leichter wird.“

Emotionaler Abschied von der Höss
Der ausgelaufene Vertrag der Höss als Etappenziel ist für die Équipe von Mastermind Thomas Kofler auch aus emotionalen Gründen schade. So feierte Jannis Peter (D) im Vorjahr auf 1411 Metern einen grandiosen Sieg, mit dem er sich Rang zwei in der Gesamtwertung holte. 2021 triumphierte Alexis Guerin (F), der damit den zweiten Gesamtsieg nach Jannik Steimle (D) im Jahr 2019 für die Rankweiler Mannschaft einfahren konnte.

Topformation am Start
Trotz der veränderten Ausgangssituation ist die Ländle-Crew, die mit Kilian Feurstein, Phlipp Hofbauer, Emanuel Zangerle, Colin Stüssi (Sz), Dominik Röber und Tobis Nolde (beide D) antreten wird, in der Favoritenrolle. „Wir wollen die Rundfahrt gewinnen“, sagt Renger, der glaubt, dass auf allen Etappen härter gefahren wird. „Weil es um jede einzelne Sekunde geht.“

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