Zum Start des Pride-Monats Juni üben die Freiheitliche mit einem Rundumschlag erneut Kritik am Aufhängen der Regenbogenfahne. Bei SoHo Burgenland weist man die Kritik aber entschieden zurück.
Pünktlich zum Pride-Monat Juni wurde am Eisenstädter Landhaus und bei vielen Gemeindeämtern wieder die Regenbogenfahne gehisst – als Zeichen gegen Diskriminierung. Pünktlich zu Monatsbeginn hatten Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) und Landesrätin Daniela Winkler (SPÖ) die bunte Flagge am Landhaus aufhängen lassen.
„Radikal-ideologisches Glaubensbekenntnis“
Bei der FPÖ bewertet man diese Aktione allerdings anders: „Öffentliche Institutionen und Gemeindeämter werden schamlos als Werbeflächen für ein radikal-ideologisches Glaubensbekenntnis missbraucht“, poltert der freiheitliche Abgeordnete Mario Jaksch. Was als Zeichen für Vielfalt verpackt werde, sei „die Speerspitze einer aggressiven Bewegung, die gezielt traditionelle, gesunde Werte zertrümmern will“ und eine Kampfansage gegen die traditionelle Familie, so der Blaue.
FPÖ stimmte selbst dafür
Andreas Tschida, Landesvorsitzender der SPÖ-nahen SoHo Burgenland, weist das zurück: „Die Regenbogenflagge ist ein Zeichen dafür, dass in unserem Land niemand Angst haben muss, so zu leben und zu lieben, wie er oder sie ist.“ Die Wortwahl der Freiheitlichen sei bewusst spaltend und völlig überzogen. Außerdem habe die FPÖ 2022 im Landtag selbst dem Beschluss rund um die Regenbogenflagge am Landhaus zugestimmt.
Auch ÖVP-Chef Christoph Zarits verteidigt die Fahne: „Die FPÖ wird immer dagegen sein. Ich lebe im Jahr 2026 und da ist das für mich in diesem Bereich in Ordnung.“
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