Tests in der Ostsee

Dieser deutsche „Hai“ soll Unterseekabel schützen

Ausland
25.11.2025 16:08

Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine häufen sich Schäden an Pipelines, Strom- und Datenkabeln in der Ostsee. Die NATO-Staaten führen seit Beginn des Jahres im Rahmen der Operation „Baltic Sentry“ intensivere Patrouillen in der betroffenen Region durch. Für noch mehr Sicherheit soll eine deutsche Unterwasserdrohne namens „Greyshark“ sorgen. Entsprechende Tests werden derzeit durchgeführt.

Das fast acht Meter lange, zwei Meter breite und mehr als vier Tonnen schwere Mini-U-Boot, das die Form eines Pinguins hat, kann laut dem deutschen Hersteller Euroatlas autonom operieren und dank seines Wasserstoffantriebs monatelang tauchen. Die Reichweite beträgt den Angaben zufolge rund 2000 Kilometer. Die Unterwasserdrohne kann eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 25 Kilometern pro Stunde erreichen.

Die Karte zeigt das Netz der Untersee-Kabel in der Ostsee. Besonders viele Kabel verlaufen zwischen Schweden, Finnland und den baltischen Staaten. Quelle: submarinecablemap.com.
Der „Greyshark“ kann autonom operieren und monatelang tauchen.
Der „Greyshark“ kann autonom operieren und monatelang tauchen.(Bild: AP/Ebrahim Noroozi)

Mehrere Staaten zeigen bereits Interesse
Auch U-Boote und Minen kann der „Greyshark“ aufspüren und deren Position den Streitkräften der betroffenen Staaten mitteilen. Wie der deutsche Sender NDR vor wenigen Tagen vermeldet hat, gibt es bereits zahlreiche Interessenten, die auch schon beim Bremer Drohnenhersteller Euroatlas Bestellungen abgegeben haben. Der Preis pro Stück beträgt dem Vernehmen nach rund acht Millionen Euro.

Wenn alles gutgeht, soll der „Greyshark“ bereits Anfang 2026 Serienreife erreichen. Bis dahin wird noch intensiv getestet. Auch der Antrieb dürfte noch verstärkt und die Reichweite verlängert werden.

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