An die 400 Feuerwehrleute kämpften in der Nacht auf Dienstag in Seefeld in Tirol gegen ein Flammeninferno auf dem Dach des 5-Sterne-Hotels Klosterbräu mitten im Ortszentrum. Erst nach mehr als 12 Stunden konnte „Brand aus“ gegeben werden. Bundes- und Landeskriminalamt nahmen Ermittlungen auf. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor. Indes hat die Betreiberfamilie mit gefälschten Spendenaufrufe zu kämpfen!
Ein Teil des Luxushotels mitten im Ortszentrum wurde beim Brand in der Nacht auf Dienstag zerstört. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, dürfte der Brand bei der Decke im zweiten Obergeschoss ausgebrochen sein, wie die Polizei am Donnerstagnachmittag bekanntgab.
Keine Hinweise auf absichtliche Brandlegung
Genau in dem Bereich hätten im Vorfeld des Brandausbruchs mehrere Firmen Abrissarbeiten durchgeführt. Bereits am Montag war vermutet worden, dass der Brand durch Sanierungsarbeiten ausgelöst wurde. „Hinweise auf eine absichtliche Brandlegung konnten keine festgestellt werden“, hieß es weiter.
Hinweise auf eine absichtliche Brandlegung konnten keine festgestellt werden.
Ermittler von der Polizei
Ärger um falsche Spendenaufrufe
Als hätte die Betreiberfamilie Seyrling mit dem Geschehenen nicht schon genug am Hals, muss sie sich jetzt auch noch mit Fake-Spendenaufrufe herumschlagen. Wie das 5-Sterne-Hotel auf seinen Social-Media-Kanälen am Mittwoch warnte, würden „derzeit im Internet gefälschte Spendenaufrufe kursieren“. Es handle sich „um keine Aktion unseres Hauses“, wurde betont.
Verdächtige Profile unbedingt melden
Im Zusammenhang mit den dubiosen Aufrufen sollten keinesfalls Zahlungen oder Spenden getätigt werden. Wenn jemand auf derartige Spendenaufrufe stößt, sollten die verdächtigen Profile sofort gemeldet werden.
Schaden in Millionenhöhe, Hotelier will weitermachen
Die genaue Schadenssumme kann noch nicht beziffert werden – der Schaden geht aber jedenfalls in den Millionenbereich. Betroffen vom Feuer waren knapp ein Viertel der Zimmer, großteils gerade renoviert. Der Trakt hätte nun umgebaut bzw. aufgestockt werden sollen – „mit zehn neuen und fünf renovierten Zimmern, dazu mit einem Wellness-Ausbau“, schilderte Klosterbräu-Chef Alois Seyrling bereits am Mittwoch.
Prinzipiell wolle man bei diesen Plänen bleiben. Seit 20 Jahren habe man umfassend fast das ganze Haus renoviert.

Hunderte Einsatzkräfte und AT-Alert
Ein Teil des Daches des bekannten Klosterbräu war Montagabend in Brand geraten. Dies löste einen Großeinsatz der Einsatzkräfte in der Region aus. Insbesondere die Feuerwehren waren mit Hunderten Kräften an Ort und Stelle, um den Brand zu bekämpfen. Das Feuer drohte auch auf die direkt angrenzende Kirche überzugreifen. Diese konnte jedoch verhindert werden.
Das Hotel war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht in Betrieb bzw. geschlossen. Rund 150 Personen aus zwei benachbarten Hotels wurden evakuiert und von der Rettung in der WM-Halle in Seefeld versorgt. Anschließend wurden die Gäste auf andere Hotels in der Region verteilt.
Aufgrund der enormen Rauchentwicklung war in der Region auch ein AT-Alert ausgelöst worden.
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