Der Brand eines bekannten Fünf-Sterne-Hotels in Seefeld in Tirol sorgte österreichweit und (sehr weit) über die Grenzen hinaus für Aufsehen. Klosterbräu-Chef Alois Seyrling sprach nach dem Inferno mit der „Krone“ über den unfassbaren Rückhalt von vielen Seiten und die weiteren Pläne. Das Wichtigste ist aber jetzt schon klar ...
Eine Achterbahnfahrt der Emotionen liegt hinter Alois Seyrling, nachdem ein Teil seines Traditionshauses Klosterbräu einem Inferno aus Flammen und Rauch zum Opfer gefallen war. Der bekannte Seefelder Hotelier wirkt aber gefasst, als er mit der „Krone“ über die Situation spricht.
„Anrufe kamen sogar aus Australien“
„Es gilt ein behördliches Betretungsverbot, erst dann können wir uns ein Bild vom Schadensausmaß machen“, sagt Seyrling. Derzeit würden umfangreiche Gespräche mit den Behörden laufen – mit positiven, aber auch manch erdrückenden Ergebnissen. Zentral sei die Kommunikation mit den Gästen. „Es gab unzählige Rückmeldungen, Anrufe kamen sogar aus Australien. Mit der Botschaft, dass man uns treu bleiben wird“, erzählt der Hotelier von einer unglaublichen Rückendeckung.
Es gab unzählige Rückmeldungen, Anrufe kamen sogar aus Australien. Mit der Botschaft, dass man uns treu bleiben wird.
Alois Seyrling
„In der Brandnacht viele Heldentaten gesehen“
Diesen Rückhalt spürt die Hotelierfamilie (in siebter Generation) auch von den Einsatzkräften und Einheimischen. „Ich habe in der Brandnacht viele Heldentaten gesehen. Ich bin überwältigt, wie sich Leute freiwillig und auf diese Weise für fremdes Eigentum einsetzen – mein höchster Respekt und Dank.“
Abseits dieser positiven Emotionen geht es nun um kühle Planung, realistische Zeithorizonte, um die Mühen des Wiederaufbaus. „Ziel ist es, das Haus so schnell wie möglich wiederzueröffnen. Wann, das ist aber noch völlig offen.“ Bei einem Treffen mit den Mitarbeitern sei man sich jedenfalls einig gewesen: „Die Seele des Hauses ist nicht verbrannt.“
Umbau-Pläne sollen bleiben wie bisher
Betroffen vom Feuer waren knapp ein Viertel der Zimmer, großteils gerade renoviert. Der Trakt hätte nun umgebaut bzw. aufgestockt werden sollen – „mit zehn neuen und fünf renovierten Zimmern, dazu mit einem Wellness-Ausbau“, ergänzt der Hotelier. Prinzipiell wolle man bei diesen Plänen bleiben. Seit 20 Jahren habe man umfassend fast das ganze Haus renoviert.
Eine zentrale Frage betrifft die Statik: Können die Wände des betroffenen Gebäudeteils auch künftig genutzt werden? Oder steht hier ein Totalabriss bevor?
Die Oma soll bald wieder einziehen ...
Seyrling selbst ist mit seiner privaten Wohnung quasi ein Nachbar des Fünf-Sterne-Hauses, doch die 97-jährige Oma der Familie musste am Montag aus dem Hotel evakuiert werden. Das größte Ziel ist daher nachvollziehbar: „Die Oma soll so schnell wie möglich wieder einziehen können ...“
Landes- und Bundeskriminalamt ermitteln Ursache
Unterdessen sind in den verkohlten Trümmern die Ermittlungen zur Brandursache angelaufen. Aufgrund des Millionenschadens werden Beamte des Landeskriminalamtes auch von Kollegen auf Bundesebene unterstützt.
In der Nacht auf Mittwoch gab es wieder zweimal (falschen) Alarm. Vermeintlicher Rauch stellte sich dann aber als Dampfbildung in den Lüftungsrohren heraus.
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