Down Under rüstet auf

Australien investiert Milliarden in neue Waffen

Außenpolitik
16.04.2026 13:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Noch nie hat Australien in Friedenszeiten so stark aufgerüstet: In den kommenden zehn Jahren will die Regierung Down Under seine Verteidigungsausgaben um rund 53 Milliarden australische Dollar (32 Milliarden Euro) erhöhen. Es handle sich um den größten Ausbau des Militärbudgets außerhalb eines Krieges in der Geschichte des Landes, erklärte der Verteidigungsminister.

Verteidigunsminister Richard Marles. Die Ausgaben sollen damit auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen. Bisher waren 2,3 Prozent geplant. Hintergrund sind wachsende geopolitische Spannungen im Indopazifik und eine zunehmend unsichere globale Lage. Marles stellte die neue Sicherheitsstrategie jetzt in Canberra vor. Ziel sei es, Australien militärisch schlagkräftiger zu machen – ohne jedoch die Allianz mit den USA infrage zu stellen.

Richard Marles
Richard Marles(Bild: AP/LUKAS COCH)

Marles will „stabiles Machtgleichgewicht“ schaffen
Dieser Bund bleibe „fundamental“ für die nationale Sicherheit, erklärte er. Unter anderem reagiert die Regierung mit der Erhöhung der Ausgaben auf den wachsenden Einfluss Chinas in der Region. Marles betonte, ein stabiles Machtgleichgewicht im Indopazifik sei ohne die militärische Präsenz der USA nicht denkbar.

Geld für Raketen- und Luftabwehr, neue Waffensysteme 
Insgesamt belaufen sich die Verteidigungsausgaben Australiens damit über die kommenden zehn Jahre auf rund 887 Milliarden australische Dollar (rund 540 Milliarden Euro). Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem in Raketen- und Luftabwehr, neue Waffensysteme sowie den Ausbau unbemannter und autonomer Technologien fließen.

Zentral bleibe zudem das 2021 zusammen mit den USA und Großbritannien gegründete Sicherheitsbündnis AUKUS. Die Allianz soll Australien beim Bau von U-Booten mit Nuklearantrieb unterstützen. Die Kosten dafür könnten sich nach aktuellen Planungen auf bis zu 130 Milliarden australische Dollar (rund 79 Milliarden Euro) über das kommende Jahrzehnt belaufen.

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