Zölle fallen weg

EU und Australien schließen Handelsabkommen

Wirtschaft
24.03.2026 06:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Europäische Union und Australien haben nach rund acht Jahren die Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Premierminister Anthony Albanese stellten außerdem eine neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft vor. 

Von der Leyen machte deutlich, dass es für die EU wichtig ist, internationale Handelsbeziehungen auszubauen und zu diversifizieren, um Risiken und Abhängigkeiten zu verringern – zumal in einer Zeit, in der die USA unter Präsident Donald Trump mit ihrer aggressiven Zollpolitik ein zunehmend schwieriger Partner sind.

Das Abkommen mit Australien folgt den politischen Zielen der EU, die Beziehungen im Indopazifik-Raum auszubauen und die Kooperation mit gleich gesinnten Demokratien zu stärken. Industriebereiche, die besonders von dem Abkommen profitieren könnten, sind der EU-Kommission zufolge etwa Maschinenbau, Chemikalien, Fahrzeugindustrie und Landwirtschaft.

Exportplus von 33 Prozent erwartet
Mit dem Abkommen sollen Zölle und Handelshemmnisse abgebaut werden, um die Wirtschaft aller Partner anzukurbeln. Die EU geht davon aus, dass die Exporte aus den Mitgliedstaaten nach Australien im kommenden Jahrzehnt um bis zu 33 Prozent auf jährlich 17,7 Milliarden Euro wachsen könnten. Zu den Schlüsselsektoren mit starkem Wachstumspotenzial zählen Molkereierzeugnisse mit einem erwarteten Plus von bis zu 48 Prozent, Kraftfahrzeuge mit 52 Prozent sowie Chemikalien mit 20 Prozent. EU-Investitionen in Australien könnten um mehr als 87 Prozent zulegen.

Fast alle Zölle sollen wegfallen
Das Abkommen sieht die Abschaffung von mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Warenausfuhren nach Australien vor, wodurch Unternehmen aller Größen nach Angaben aus Brüssel jährlich rund eine Milliarde Euro an Zöllen sparen.

Auch soll es EU-Fachkräften die Arbeit in Australien erleichtern und mit Einreisequoten für Ingenieure und Forscher auf beiden Seiten die Innovationskraft stärken. Wann das Abkommen mit Australien unterzeichnet werden kann, ist noch unklar. Der Vertragstext muss rechtlich geprüft, in alle Amtssprachen der EU übersetzt und schließlich von den Mitgliedstaaten und vom Europäischen Parlament gebilligt werden.

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