Kurz nach Ostern setzten bei Eselstute „Lolli“ die Geburtswehen ein. Doch das freudige Ereignis wurde rasch getrübt. Das Fohlen geriet in Beckenlage, das Muttertier in Panik. Die dadurch entstandenen Tierarztkosten sorgten für zusätzliches Kopfzerbrechen. Doch die „Krone“-Familie war erneut der Retter in der Not!
Neugierig läuft „Frieda“ beim Besuch der „Krone“-Tierecke Richtung Koppelzaun und wirkt, als könne sie kein Wässerchen trüben. Nur eine ausrasierte Stelle an ihrem Hals verrät, dass ihr Leben unlängst noch an einem seidenen Faden hing.
„Die Geburt verlief leider dramatisch“, erinnert sich Michaela Stab. „Das Fohlen steckte fest und die Stute war außer sich. Wir konnten es zwar herausziehen, doch Mutter ‘Lolli‘ würdigte es keines Blickes. Jeder Versuch, die beiden zusammenzubringen und das Fohlen anzulegen, scheiterte“.
Integrativer Bauernhof
Für Michaela Stab eine absolute Ausnahmesituation, denn eigentlich sieht der Alltag auf ihrem Hof anders aus. Die Obfrau des Vereins „Wert:volles:schaffen“ betreibt seit einigen Jahren eine integrative Einrichtung im Tullnerfeld und arbeitet mit geistig, körperlich oder mehrfachen behinderten Menschen.
In seiner Tagesstruktur bietet der Verein individuelle Beschäftigungs- und Lernangebote am Bauernhof. Dazu gehören die Arbeit mit Eseln, Schafen und Hühnern oder auch im Garten und in der Kreativwerkstatt. Die Tätigkeiten werden an die Interessen und Fähigkeiten der Klienten angepasst, um Selbstständigkeit, Teilhabe und persönliche Entwicklung zu fördern.
„In den Tagen nach der Geburt konnte ‘Lolli‘ weder Kot noch Urin absetzen und auch das Fohlen wurde immer schwächer. Unsere Tierärztin überwies die beiden an die VetMed in Wien, wo in weiterer Folge eine Gebärmutterentzündung der Stute festgestellt wurde“, erzählt Michaela Stab im Gespräch mit der „Krone“.
Hohe Tierarztkosten
Mit der Sorge um die beiden Esel wuchs auch die Sorge um die anfallenden Kosten, denn der Klinikaufenthalt zog sich über mehrere Wochen. Die kleine „Frieda“ musste auch mit Plasmatransfusionen versorgt werden, da sie das lebenswichtige Kolostrum (Anm: erste Muttermilch) nicht aufnehmen konnte, über das Neugeborene wichtige Antikörper für ihren Immunschutz erhalten. Auch die Stute musste intensiv versorgt werden.
So hilft ihre Spende!
Es entstanden hohe Kosten, die das Budget des gemeinnützigen Vereins überstrapazierten. „Wir haben davon erfahren, als Mutter und Fohlen gerade in die Klinik gebracht wurden. Es war sofort klar, dass die ‘Krone‘ hier helfen wird. Wir haben den gesamten Betrag übernommen, damit Frau Stab das einfach aus dem Kopf hat. Sie leistet wirklich tolle Arbeit für Mensch und Tier, so etwas kann man nicht genug wertschätzen“, ist auch Tierecke-Leiterin Maggie Entenfellner froh über den Ausgang des Falls.
Jeder Cent für den Tierschutz
Das ist nur eine von vielen Geschichten, wie die „Krone“ immer wieder in Not geratenen Tieren hilft. Möglich ist das nur mit Spenden unserer Leser! Anders als bei vielen anderen Tierschutzvereinen kommt bei dem Verein „Freunde der Tierecke“ jeder Cent dem Tierschutz zugute. Denn die Mitarbeiter und Bürokosten werden von der „Kronen Zeitung“ bezahlt, so kommen die Einnahmen zu hundert Prozent bei den Tieren in Form von Projekten (wie etwa aktuell das Streuerprojekt in der Steiermark) oder von individuellen Hilfsleistungen an.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.