Arbeiter gebissen

Streunender Bär verletzte in Japan vier Menschen

Ausland
02.06.2026 13:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein streunender Bär hat in der nordjapanischen Stadt Fukushima vier Menschen verletzt. Das Tier drang in eine Autoteilefabrik ein und biss dort zwei Mitarbeiter.

Anschließend wurde der Bär auf dem Gelände einer benachbarten Fabrik sowie in einem Wohngebiet gesichtet. Dabei wurden zwei weitere Menschen verletzt.

Wie die Zeitung „Yomiuri Shimbun“ berichtete, erlitt eines der Opfer schwere Verletzungen. Die drei weiteren Betroffenen kamen mit leichten Verletzungen davon.

13
TODESOPFER IM JAHR 2025
Im vergangenen Jahr waren in Japan 13 Menschen von Bären getötet worden, so viele wie noch nie. Zwischen April 2025 und Ende März dieses Jahres wurden landesweit mehr als 50.000 Bären-Sichtungen verzeichnet – mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2023.

Population wächst schnell
Fachleute führen den Anstieg auf eine schnell wachsende Bärenpopulation und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete in Japan zurück. Im vergangenen Jahr hatte es in Japans Wäldern zudem wenige Eicheln gegeben, sodass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machten. So drangen Bären etwa bereits in Supermärkte ein und trieben sich in der Nähe von Schulen herum.

In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden Tausende Tiere abgeschossen. Neben Jägern wurden zuletzt auch Polizisten und Soldaten in die betroffenen Gebiete entsandt, um bei der Jagd auf die Tiere zu helfen.

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