GUTEN MORGEN

Aufschrei im ORF | Der Politik entreißen

Aufschrei im ORF. Jetzt reicht es auch den Redakteuren des ORF: Am Mittwoch meldeten sie sich mit einer geharnischten Resolution in der Öffentlichkeit. Darin spricht der Redakteursrat des öffentlich-rechtlichen Senders der Führungsspitze sowie zwei weiteren Mitgliedern des Stiftungsrates einstimmig das Misstrauen aus. Und sie fordern von der Regierung, dass die versprochene „Ent-Politisierung“ der ORF-Aufsichtsgremien endlich umgesetzt wird. Bekanntlich sitzt Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer auf einem SPÖ-Ticket, sein Stellvertreter Gregor Schütze auf einem von der ÖVP. Beide betreiben hauptberuflich Kommunikationsagenturen und kommen mit diesen Jobs immer wieder gefährlich nahe an den ORF, den sie kontrollieren sollen. In der Resolution der Redakteure werden die Geschäfte sowie Interventionen von Lederer und Schütze schonungslos offengelegt und angeprangert. Die Regierungspolitiker allerdings schonen ihre ORF-Vasallen noch immer.

Der Politik entreißen! Schonungslos ins Gericht mit diesen Zuständen geht heute auch Aurelius in einem Kommentar in der „Krone“. Der Autor fühlt sich beim ORF „ein bisschen an die alte Sowjetunion und ihr Zentralkomitee“ erinnert und schreibt: „Die Produktionsmittel waren vergemeinschaftet und gehörten allen. Daher hatte plötzlich eine Parteielite das Gefühl, dass alles ihr Eigentum ist.“ Der ORF gehöre eigentlich auch allen. Aurelius wörtlich: „Wir müssen für ihn deswegen Gebühren zahlen, dürfen aber nicht mitreden. Das macht ein Stiftungsrat, der sich, wie wir sehen, ganz ungeniert politisches Lobbying auf die Visitenkarte geschrieben hat.“ Keine Aktiengesellschaft könnte so etwas überleben. Aurelius macht darauf aufmerksam, dass zum „Krone“-Aufruf, uns im Rahmen der „Stimme Österreichs“ Vorschläge für eine echte ORF-Reform zuzusenden, immer wieder die ORF-AG ins Spiel komme und findet: „Eine solche AG hätte den Vorteil, dass endlich auch das Thema öffentlich-rechtlicher Auftrag und Gebührenfinanzierung ins richtige Verhältnis gesetzt werden würde.“ Ja, man muss es immer wieder wiederholen: Der ORF muss der Politik entrissen werden!

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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