Einigkeit im Landtag

Alle Parteien kämpfen für das Reha-Zentrum Aflenz

Steiermark
15.04.2026 05:00

Das Ziel, das Reha-Zentrum in Aflenz zu retten, eint alle Parteien im steirischen Landtag. Am Dienstag wurde ein Antrag der SPÖ im Gesundheitsausschuss einstimmig angenommen, in zwei Wochen soll im Landtag ein starkes Zeichen gesetzt werden. 

Den Landespolitikern sind die Hände weitgehend gebunden. Die Entscheidung, ob das Reha-Zentrum im obersteirischen Aflenz tatsächlich mit jenem in St. Radegund zusammengelegt wird, liegt in den Händen des Betreibers, der Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Widerstandslos wollen die Steirer das Vorhaben aber nicht hinnehmen.

Es sorgt seit mehr als einem Monat für Aufruhr. Der wichtigste Arbeitgeber der Region mit mehr als 130 Mitarbeitern droht zu verschwinden. Auch der Status von Aflenz als Kurort wackelt, das große Gebäude könnte ein dauerhafter Leerstand werden.

Max Lercher (links) und Stefan Hofer (rechts) sprachen in Sachen Aflenz vor Kurzem mit ...
Max Lercher (links) und Stefan Hofer (rechts) sprachen in Sachen Aflenz vor Kurzem mit Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner.(Bild: SPÖ Steiermark)

„Wir nehmen bewusst die Landesregierung in die Pflicht“
Besonders die SPÖ hat sich sofort für den Erhalt des Zentrums ausgesprohcen und bereits nach Bekanntwerden der Pläne einen Antrag im Landtag eingebracht. Demnach soll sich die Landesregierung bei der PVA und der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Schließungsabsichten sofort zurückgenommen werden und es eine langfristige Standortgarantie gibt. Am Dienstag wurde der Antrag im Gesundheitsausschuss einstimmig angenommen, Ende April wird er im Landtag behandelt. 

„Wir nehmen bewusst auch die Bundesregierung in die Pflicht“, sagt SPÖ-Parteichef Max Lercher und spricht damit an, dass Gesundheitsministerin Korinna Schumann eine Parteikollegin ist. „Bei Diabetes und Darmerkrankungen geht es um Bereiche, wo man Patientinnen und Patienten nicht einfach so durch die Gegend schicken kann. Wir erwarten uns daher, dass es zu einem Umdenken kommt.“

Der Turnauer Bürgermeister und SPÖ-Landtagsabgeordnete Stefan Hofer meint: „Für unsere Region steht enorm viel auf dem Spiel. Das Reha-Zentrum sichert Arbeitsplätze, Wertschöpfung und medizinische Versorgung. Es braucht jetzt ein klares Bekenntnis zum Standort Aflenz – alles andere wäre ein schwerer Schlag für das gesamte Mürztal.“

Thermenbahn-Antrag nicht beschlossen 
Weniger Unterstützung erhielt die steirische SPÖ beim Einsatz für die Thermenbahn, die ja zwischen Hartberg und Fehring eingestellt werden könnte. Die SPÖ beantragte ein klares Bekenntnis der FPÖ-ÖVP-Landesregierung zur Bahn und eine verbindliche Zusage an den Bund, dass sich das Land bei einer Modernisierung der Strecke finanziell beteiligen würde.

Der Antrag ist am Dienstag nicht abgestimmt worden. Es wird stattdessen eine Stellungnahme der Landesregierung eingeholt, dafür hat sie drei Monate Zeit. „Wer ernsthaft über die Einstellung der Thermenbahn nachdenkt, gefährdet Arbeitsplätze, schwächt den Tourismus und verschlechtert die Lebensrealität Tausender Pendlerinnen und Pendler“, meint Lercher. 

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