Eine ganze Region bangt um das obersteirische Reha-Zentrum Aflenz, 135 Jobs wackeln. Nun wird auch Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) aktiv und will mit SPÖ-Gesundheitsministerin Korinna Schumann eine Allianz schmieden.
Eine Demonstration mit 1500 Teilnehmern, mehr als ein Dutzend ehemalige Führungskräfte, die sich für den Standort Aflenz aussprechen, viele politische Solidaritätsbekundungen – aber lässt sich die PVA noch umstimmen? Wie berichtet, plant die Pensionsversicherungsanstalt eine Zusammenlegung von zwei Reha-Zentren am Standort St. Radegund. Aflenz droht – nur kurz nach dem Aus für das Skigebiet – nicht der Verlust von 135 Jobs, sondern auch des Status‘ als Kurort.
Brief ans Ministerium
Am Dienstag trafen die SPÖ-Politiker Max Lercher und Stefan Hofer auf Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, um ihr die Situation zu schildern – die meisten betroffenen Mitarbeiter sind ja Frauen, die kaum die lange Strecke nach St. Radegund pendeln werden. Nun schrieb der freiheitliche Landeshauptmann Mario Kunasek einen Brief an die sozialdemokratische Gesundheitsministerin Korinna Schumann.
Darin heißt es unter anderem: „Mit großer Besorgnis habe ich Berichte über die Pläne der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) verfolgt, wonach das Rehabilitationszentrum der PVA in Aflenz mit dem Reha-Zentrum in St. Radegund zusammengeführt werden soll. (...) Eine Schließung würde nicht nur den Verlust eines bewährten und funktionierenden Angebots bedeuten, sondern hätte auch erhebliche Auswirkungen auf die regionale Versorgung sowie auf die betroffenen Patienten. Darüber hinaus wären auch die wirtschaftlichen Folgen für die Region erheblich.“
„Es wäre ein wichtiges Signal“
Kunasek ersucht Schumann, „gemeinsam mit mir gegenüber der Pensionsversicherungsanstalt für den Erhalt des Standortes Aflenz einzutreten. Es wäre ein wichtiges Signal, wenn wir uns geschlossen für den Fortbestand dieser Einrichtung einsetzen.“ Bereits Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl hat sich vor einigen Wochen an Schumann gewandt. Die an sich unabhängige PVA verwies kürzlich gegenüber der „Krone“ darauf, dass noch wesentliche Entscheidungen durch den Verwaltungsrat und durch das zuständige Ministerium fehlen würden.
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