Die pakistanische Regierung steht wieder mit den USA und dem Iran in Kontakt. Ende dieser Woche könnte es weitere Friedensgespräche in Islamabad geben. Zu den Streitpunkten gehören das iranische Atomprogramm, die internationalen Sanktionen gegen Teheran sowie die Straße von Hormuz.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian machte mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens am vergangenen Wochenende verantwortlich. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die „selbstgemachten Probleme“ der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg, um Streitigkeiten beizulegen, sagte Pezeshkian.
„Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind“, sagte unterdessen ein Vertreter der pakistanischen Regierung. Das Treffen am Wochenende war die erste direkte Begegnung zwischen US- und iranischen Vertretern seit mehr als einem Jahrzehnt und das ranghöchste Treffen seit der Islamischen Revolution im Iran 1979. Die Delegationen wurden von US-Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf geleitet.
Laut einem iranischen Insider halten sich die Delegationen den Zeitraum von Freitag bis Sonntag für weitere Verhandlungen offen. US-Präsident Donald Trump sagte, die iranische Führung habe am Montag Kontakt aufgenommen und wolle eine Einigung erzielen. Er werde jedoch keinem Abkommen zustimmen, das Teheran den Besitz von Atomwaffen erlaube. Vance sagte dem Sender Fox News, die USA hätten „große Fortschritte“ gemacht. Man habe Teheran mitgeteilt, wo die USA „Entgegenkommen zeigen könnten“ und wo sie unnachgiebig bleiben würden.
Waffenruhe läuft in einer Woche aus
Am vergangenen Dienstag war eine Waffenruhe verkündet worden, die in einer Woche ausläuft. Die Vereinigten Staaten und Israel hatten den Krieg im Iran am 28. Februar begonnen. Daraufhin sperrte Teheran die Straße von Hormuz, über die bisher fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasversorgung floss. Die steigenden Energiepreise und der innenpolitische Druck führten schließlich dazu, dass Trump die Bombardierungen für zwei Wochen aussetzte.
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