Verteidigt Blockade

Trump-Vize: Wirtschaftsterror „können wir auch“

Außenpolitik
14.04.2026 09:31

US-Vizepräsident JD Vance sieht die Chance auf neue Friedensgespräche mit dem Iran. Zugleich verteidigt er die Blockade iranischer Häfen als gleichwertige Antwort auf den „Wirtschaftsterrorismus“ Teherans in der Straße von Hormuz.

Hatte zuletzt US-Präsident Donald Trump davon gesprochen, dass die Iraner unbedingt einen „Deal“ wollen, gab sich nun auch sein Vize hoffnungsvoll, dass es wieder Gespräche geben könnte. Denn trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. „Wir haben große Fortschritte gemacht.“

„Sie haben sich nicht weit genug bewegt“
Neben der Öffnung der Straße von Hormuz war dem US-Vizepräsidenten zufolge das iranische Atomprogramm der größte Knackpunkt bei den Verhandlungen. Hier seien die Iraner auf die USA zugegangen. „Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt“, sagte Vance. Den USA gehe es vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. Nach den abgebrochenen Verhandlungen hatte die iranische Seite von „überzogenen Forderungen“ der USA gesprochen.

US-Vizepräsident JD Vance nach seiner Rückkehr aus Pakistan
US-Vizepräsident JD Vance nach seiner Rückkehr aus Pakistan(Bild: AP/Jacquelyn Martin)

Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ Vance offen. „Im Grunde ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld.“ Vance sagte, er habe in Islamabad den Eindruck gehabt, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus Teheran, womöglich von Ayatollah Mojtaba Khamenei. Darauf müsse man jetzt warten.

„Wir können das auch“
Andere Töne schlägt Vance an, wenn es um die Straße von Hormuz geht. Mit Drohungen gegen praktisch jedes Schiff in der Meerenge habe der Iran „Wirtschaftsterrorismus“ gegen die ganze Welt betrieben. „Wie der Präsident gezeigt hat, können wir das auch“, verteidigte Vance die US-Blockade iranischer Häfen. „Wenn die Iraner versuchen, wirtschaftlichen Terrorismus zu betreiben, werden wir uns an den einfachen Grundsatz halten, dass auch keine iranischen Schiffe auslaufen dürfen“, sagte er.

Die Karte zeigt die Blockade der Straße von Hormuz seit Anfang März durch Iran. Es werden vom Iran bestimmte Routen, derzeitige Routen und ein Risikogebiet laut Iran dargestellt. Die USA kündigen ebenfalls eine Blockade an. Quelle: ISW.

Damit setze man den Iran weiter unter wirtschaftlichen Druck. Um Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen, erwägen Trump und seine Berater laut „Wall Street Journal“ außerdem, wieder begrenzte Militärschläge im Iran auszuführen.

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