Ein zweites Leben für ein altes Bürogebäude: Betonstruktur aus den 1980er-Jahren wurde jetzt umgenutzt. Der neue Standort für das Umweltbundesamt in der Wiener Landstraße ist fast bezugsfertig.
Aktuell ist das Umweltbundesamt noch auf vier Standorte rund um die Friedensbrücke im 9. und 20. Bezirk eingemietet. Doch die Behörde zieht jetzt um. Der neue Standort ist weiterhin direkt am Donaukanal, und zwar 5,2 Kilometer stromabwärts, an der Erdberger Lände 40. Die Gegend hat sich in den letzten Jahren zu einem spannenden Stadtentwicklungsgebiet entwickelt.
Für den neuen Standort in der Landstraße wurde ein 40 Jahre alter Skelettbau revitalisiert und sozusagen neu zum Leben erweckt. Das Besondere dabei: 60 Prozent der bestehenden Materialien werden wiederverwendet.
„40 Jahre für Bauwerke aus Beton sind kein Alter“
Obwohl der Betonskelettbau bereits im Jahr 1980 errichtet wurde, sei er sehr zeitgemäß, betonte Claudia Dankl, Vorständin von Beton Dialog Österreich. „40 Jahre sind für Bauwerke aus Beton kein Alter“, so Mark Leiter, Geschäftsführer von Art-Invest Real Estate Management Austria. Die Ressourcenschonung ist enorm: Der Erhalt der Bausubstanz spart rund 40 Prozent gegenüber einem Neubau ein.
Das Haus wurde entkernt, thermisch saniert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Alte Fassadenelemente wurden wiederverwendet, auch neue Begrünung gibt es. Die Ressourcenschonung ist enorm: Der Erhalt der Bausubstanz spart rund 40 Prozent gegenüber einem Neubau ein. Auf dem Gelände des historischen Gaswerks Erdberg waren bis 2023 noch die ÖBB eingemietet. Heute hat sich das neue „enna“-Bürogebäude komplett geändert.
Beim Betreten des Gebäudes fällt auf, dass die Raumhöhe im Erdgeschoss mit knapp fünf Metern unnatürlich hoch ist. Der Grund dafür: früher waren hier Stellplätze für ÖBB-Postbusse. Für den neuen Standort im 3. Bezirk sprachen sowohl die gute öffentliche Erreichbarkeit als auch die nachhaltige Wiedernutzung eines bestehenden Baus, sagt das Umweltbundesamt. Schon im Mai 2026 erfolgt der Einzug. Der aus der Zeit der industriellen Nutzung mit Schadstoffen belastete Untergrund wird indes weiter untersucht. „Wien setzt bei vielen Umwelt- und Klimathemen Maßstäbe – umso erfreulicher, dass die Expertenorganisation mit über 650 Mitarbeitern in der Stadt bleibt“, freut sich auch das Rathaus.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.