Seit 2 Wochen in Bucht

Gestrandeter Wal „Timmy“ atmet schon schwer

Ausland
12.04.2026 14:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der gestrandete Buckelwal in der Ostsee, der von vielen auch „Timmy“ genannt wird, liegt bereits seit knapp zwei Wochen bei Wismar in flachem Gewässer. Auch die jüngsten Versuche, ihn zu aktivieren, scheiterten. Seine Atmung sei am Sonntag „schwächer ausgeprägt“ gewesen, erklärte das Umweltministerium. 

Die letzten Tage des Meeressäugers scheinen gezählt: Zwar bläst „Timmy“ noch hin und wieder eine Fontäne in die Luft, doch die Atmung fällt ihm zunehmend schwerer. 

Es werde untersucht, ob eine neu beobachtete Zwischenatmung ein Anzeichen eines nahen Ablebens sein könnte, sagte eine Sprecherin des zuständigen Umweltministeriums. Es gebe keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Zustands. Zwar seien leichte Bewegungen der Schwanzflosse beobachtet worden, nach fachlicher Einschätzung sei das kein Hinweis auf Verbesserung.

(Bild: EPA/SELIM SUDHEIMER)

Erneuter Versuch zur Rettung des Wals gescheitert
Auf einen spontanen Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem unter Wasser die eigenen Walgesänge des Tiers abgespielt wurden, habe der Buckelwal nicht reagiert. Der Versuch, den Wal so zu ermutigen, sich selbst zu befreien, sei zuvor mit dem deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.

Der verletzte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um das Tier in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. Man habe sich jedoch aufgrund der starken Walgesänge in den Nächten zuvor am Samstag für einen erneuten Versuch entschieden.

Demonstranten fordern weiteren Rettungsversuch
Samstagmittag bildeten etwa 150 Menschen im Hafen eine Menschenkette, um für die Rettung des Meeressäugers zu demonstrieren, sagte eine Polizeisprecherin. Einige Stunden später versammelten sich laut Polizei am Kirchdorfer Hafen auf der Insel Poel ebenfalls etwa 170 Menschen, um für die Rettung des Wals einzutreten. Zudem habe es auf der Insel am Samstag weitere spontane Versammlungen mit gleicher Intention gegeben – eine führte bis an den Sperrbereich.

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