Urlaub trotz Krieg: Wieso das Burgenland beim Tourismus im heurigen Jahr von den weltweiten Krisen profitieren könnte. Nachhaltigkeit steht dabei besonders im Fokus.
Der Krieg im Iran sorgt nicht nur für hohe Spritpreise, auch die Kosten für Kerosin gehen nach oben. Manche Airlines haben ihr Angebot bereits zurückgefahren, Teile des Luftraums in der Golfregion sind zudem gesperrt. Austrian Airlines hat zuletzt bestätigt, dass Fliegen teurer wird. Noch scheint sich das nicht auf die Reiselust auszuwirken, wie Martin Horvath von Komet Reisen meint. Die Kunden hätten nur zu Beginn des Krieges abgewartet, mittlerweile würden aber wieder Fernreisen, etwa zu den Malediven, gebucht.
Urlauber anlocken
Für das Burgenland stellt die aktuelle Situation eine Chance dar, noch mehr Urlauber anzulocken. Schon jetzt ist das östlichste Bundesland bei Inlandsurlauben beliebt. 78 Prozent der Gäste kamen im Vorjahr aus Österreich, sagt Didi Tunkel, Geschäftsführer des Burgenland Tourismus. Während Corona hätten auch viele Burgenländer die touristischen Vorzüge ihres Heimatbundeslandes kennen und zu schätzen gelernt.
Von Thermen bis zu Radausflügen
Was heuer besonders lockt, sind nicht nur Thermen, Neusiedler See und Radausflüge. Seit Kurzem ist für Nächtigungsgäste eine Gratis-Anreise aus Wien möglich. Für Graz gibt es das selbe Angebot bereits seit 2024. Zusätzlich können innerhalb des Burgenlandes Bus- und Bahnverbindungen sowie das BAST und manche Gemeindebusse mit der Burgenland Card kostenlos genutzt werden. Angesichts der hohen Spritpreise genau das richtige Angebot.
95 Prozent der Gäste kommen mit dem Auto
Denn bisher sind 95 Prozent der Gäste mit dem Auto angereist. Für alle, die im heurigen Jahr angesichts der Treibstoffkosten zögern, gibt es damit eine attraktive Alternative. Beim Burgenland Tourismus baut man damit aber auch schon für die Zukunft vor. Gerade in Wien würden viele junge Menschen keinen Führerschein mehr machen, sagt Tunkel.
Er geht davon aus, dass dieser Trend in ganz Österreich zunehmen wird. „Man muss sich anpassen, wenn man mehr Chancen im Wettbewerb haben will“, so Tunkel. Überhaupt werde das Thema Nachhaltigkeit auch im Tourismus immer wichtiger. Entsprechende Zertifizierungen für das Burgenland und die einzelnen Betriebe würden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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