Trump: „Geht schnell“

JD Vance zu Gesprächen mit dem Iran gelandet

Außenpolitik
11.04.2026 10:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Während der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA möchte US-Außenminister JD Vance Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung führen. Eine Delegation um den US-Vize landete dafür auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Von dem Luftwaffenstützpunkt wurde er zu einem Hotel eskortiert, wie es aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß. Die Gespräche sollten am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnen. Auch US-Sondergesandten Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsideten, Jared Kushner, sind dabei. 

Trump: Iran sei „militärisch besiegt“
US-Staatsoberhaupt Donald Trump wünschte seinem Vize vor den Verhandlungen „viel Glück“ – er rechnete nicht, dass diese lang dauern würden. Er denke, „das wird ziemlich schnell gehen“, verkündete er. „Wir werden herausfinden, was da vor sich geht. Sie sind militärisch besiegt“, so Trump.

Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschließend sollte es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben.

Die Gespräche finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Die Gespräche finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.(Bild: AFP/FAROOQ NAEEM)

Der Iran knüpft seine Teilnahme an ein Ende der israelischen Angriffe auch auf die mit Teheran verbundene Hisbollah-Miliz im Libanon. Als Vermittler fungiert unter anderem der pakistanische Premier Shehbaz Shari. Die iranische Delegation war bereits zuvor in Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur FARS von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt.

Zu den Konfliktpunkten zählt der Status der derzeit blockierten Straße von Hormuz, die für den globalen Energiehandel von zentraler Bedeutung ist. Der Iran verlangt eine Kontrolle und plant ein Mautsystem. Die USA fordern eine freie und sichere Durchfahrt von Schiffen ohne Gebühr. Außerdem fordert Washington im Streit um das umstrittene Atomprogramm des Iran die Herausgabe von mehr als 400 Kilogramm Uran. Streit gibt es auch über das iranische Raketenprogramm sowie über die von Teheran geforderten Reparationszahlungen.

Der Iran sei zu einer Einigung bereit, wenn Washington ein echtes Abkommen anbiete und dem Iran seine Rechte zugestehe, sagte der iranische Delegationsleiter Mohammad Baqer Qalibaf. Qalibaf erklärte auf X: Die USA hätten zugestimmt, eingefrorene iranische Vermögenswerte freizugeben und den Libanon in die Feuerpause einzubeziehen.

Trump tobt: „Iraner leben nur, um zu verhandeln“
US-Präsident Donald Trump reagierte darauf in sozialen Medien scharf. „Die Iraner scheinen nicht zu begreifen, dass sie keine Karten haben, außer der kurzfristigen Erpressung der Welt durch die Nutzung internationaler Wasserstraßen. Der einzige Grund, warum sie heute noch leben, ist, um zu verhandeln!“, schrieb er. Trumps Vize Vance brach unterdessen Richtung Pakistan auf.

Kurz vor den geplanten Verhandlungen forderte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres beide Kriegsparteien auf, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, „um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern“, sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric.

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