„Wozzeck“ & Staatsoper

Eine Extrempartitur mit Mittelmaß in der Besetzung

Kultur
11.04.2026 13:00

Bei der aktuellen Spielserie von Alban Bergs Oper „Wozzeck“ an der Wiener Staatsoper steht Dirigent Franz Welser-Möst im Zentrum.  In Simon Stones plakativer Regie und auf Bob Cousins ständig drehender Bühne herrscht Mittelmaß: Der Besetzung fehlt jeder Glanz.

Er hat seine Krebserkrankung gut überstanden, dirigierte 2025 erstmals wieder am Ring die Premiere von „Fidelio“ und steht nun in der „Wozzeck“-Serie erneut am Pult: Franz Welser-Möst (65), dessen Beziehungen zu Alban Bergs Oper bis 1987 zurückgehen, als er Claudio Abbado assistierte, fühlt sich wieder fit für die Auseinandersetzung mit der Extrempartitur.

Man spürt Energie und Fingerspitzengefühl für die raffiniert verzahnten Strukturen. Expressionistische Übersteigerungen des Psychodramas setzt er mit dem solide studierten Staatsopernorchester gekonnt um.

Plakative Bilder
In Simon Stones plakativer Regie und auf Bob Cousins ständig drehender Bühne herrscht Mittelmaß: Der Besetzung fehlt jeder Glanz. Johannes Martin Kränzle singt nach schwerer Erkrankung den Wozzeck solide, bleibt das Nervöse, krankhaft Getriebene schuldig.

Marlis Petersens Marie berührt nicht, zeigt keine Verzweiflung über ihren Verrat – etwa in der Nachtszene mit dem Kind. Verlässlich: Dmitry Golovins Tambourmajor, Jörg Schneiders Hauptmann, Daniel Jenz’ Andres und Dmitry Belosselskiys Doktor.

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