Waffen für Russland

Südtiroler (61) sitzt in New York im Gefängnis

Ausland
10.04.2026 16:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein 61-jähriger Südtiroler ist wegen illegaler Waffenexporte in den USA festgenommen worden. Er sitzt seit 30. März im New Yorker Stadtteil Brooklyn in Haft.

Der Mann bekannte sich schuldig, Waffen im Wert von mehr als einer halben Million US-Dollar aus den USA über Italien nach Russland exportiert zu haben, wie das US-Justizministerium mitteilte. Der Südtiroler befand sich weiterhin in Untersuchungshaft, berichteten italienische Medien übereinstimmend.

Sein in Kirgistan ansässiger Geschäftspartner war in diesem Zusammenhang bereits im Jänner zu 39 Monaten Haft verurteilt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft arbeitete der 61-Jährige als Vertriebsleiter für einen norditalienischen Großhändler für Waffen und Munition. Gemeinsam mit einem Komplizen soll er Kriegsgerät nach Italien importiert und über eine weitere Firma an einen Händler in Kirgistan weitergeleitet haben, von wo aus die Lieferung nach Russland erfolgt sein soll.

Bewusst Vorschriften ignoriert
Eine erforderliche Exportgenehmigung habe der Verdächtige nicht besessen. Stattdessen habe er bewusst gegen US-Exportkontrollvorschriften verstoßen, die eine Weitergabe von militärischem Material ohne Genehmigung untersagen. Ein Vertreter des FBI erklärte, der Südtiroler habe ein internationales Netzwerk aufgebaut, um während des Krieges gegen die Ukraine in den USA hergestellte Munition illegal nach Russland zu liefern.

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