Erstmals seit Wochen

Spritpreise in Deutschland sind leicht gesunken

Wirtschaft
09.04.2026 11:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zum ersten Mal seit ungefähr zwei Wochen sind die Spritpreise in Deutschland wieder gesunken (siehe Video oben). Ein Liter Superbenzin der Sorte E10 lag am Mittwoch im bundesweiten Schnitt bei 2,155 Euro, Diesel bei 2,419 Euro. Das waren um je ungefähr drei Cent weniger als am Vortag.

Der Rückgang an der Zapfsäule folgte einem Absturz der Ölpreise, nachdem sich die Situation im Nahen Osten aufgrund der Waffenruhe entspannt hatte. Der Spielraum für Preissenkungen ist am Donnerstag allerdings wieder kleiner geworden, da der Ölpreis erneut gestiegen ist. Am Vormittag kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni 97,24 US-Dollar (umgerechnet 83,29 Euro) und damit 2,6 Prozent mehr als am Vortag.

Bei reduzierten Preisen gehen Fachleute davon aus, dass es eine Zeit dauert, bis die Auswirkungen vollständig an den Tankstellen ankommen. Aus früheren Krisen ist der sogenannte Rakete-und-Feder-Effekt bekannt: Einem schnellen, starken Preisanstieg folgt ein nur langsamer Rückgang.

Insgesamt ist Tanken derzeit sehr viel teurer als vor dem Kriegsausbruch im Iran. Bei E10 sind es rund 38 Cent, bei Diesel etwa 67 Cent. Daten der EU-Kommission zeigen, dass der Benzinpreis in Deutschland zuletzt deutlich schneller gestiegen ist als in den EU-Nachbarländern. Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung haben keine durchschlagende Wirkung gezeigt. In unserem Nachbarland dürfen die Spritpreise einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden. Kritikerinnen und Kritiker sagten, dass diese Regel die Preise antreiben statt senken könnte. 

Das sind die aktuellen Preise in Österreich
In Österreich liegen die Spritpreise noch unter den deutschen. Am Mittwoch betrug der österreichweite Median für einen Liter Diesel 2,199 Euro und für einen Liter Super 1,779 Euro. Die Zustimmung zu einer zweiwöchigen Waffenruhe im Nahen Osten wirkte sich zunächst nicht aus. Seit Mitte März dürfen die Spritpreise hierzulande am Montag, Mittwoch und Freitag angehoben werden. Zudem gilt seit 2. April die Spritpreisbremse, durch die die Treibstoffpreise um zehn Cent je Liter gedrückt werden sollen – und zwar durch Margenbegrenzungen und eine reduzierte Mineralölsteuer.

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