Das biblische Wort Tohuwabohu ist nichts im Vergleich zu dem Durcheinander, das sich derzeit um den Iran-Krieg abspielt: Öffnung der Straße von Hormus, die keine Öffnung ist; Waffenstillstand, der zumindest in Israels Krieg gegen die Hisbollah keiner ist, Verhandlungsziele, die jede Seite anders darstellt.
Zum jüngsten Stolperstein wurde Israels Vorgehen im Libanon, nachdem dort die Hisbollah mutwillig in den Iran-Krieg eingestiegen war und Israels Norden mit Raketen beschossen hatte: Ist der Libanon Teil des Feuerpause-Deals Washington – Teheran oder nicht? Iran sagt Ja, USA und Israel sagen Nein.
Egal, jetzt ist der Libanon sogar der Kernpunkt durch den Paukenschlag Netanyahus. Israel hat genau am Tag der Verkündung des Waffenstillstands in einem Akt exzessiver Selbstverteidigung die verheerendsten Bombenangriffe geflogen. Warum? Netanyahu steht im Kreuzfeuer innenpolitischer Kritik, weil er Trumps Waffenstillstand zugestimmt hat, obwohl Israel seine Kriegsziele noch nicht erreicht hat, darunter absolutes Atom-Verbot für Iran.
So zeichnet sich ein Konflikt Netanyahu – Trump in der Frage ab, wann und wer den jüngsten Krieg für beendet erklären darf. Das viel beschworene (Zweck)-Bündnis gerät für beide in ein arges Dilemma.
Netanyahu muss aufpassen, dass er seine Ansprüche nicht überzieht. Selbst seine Maximalforderungen kann er im Iran nicht allein, sondern nur mit den USA erreichen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.