Rot-schwarz-weißer Neuzugang im Wiener Zoo Schönbrunn: Zumeist hoch in den Baumwipfeln zu finden ist das neue Weibchen bei den Roten Pandas und macht es damit seinem potenziellen künftigen Partner gleich. Die Hoffnung auf Nachwuchs in der Zukunft ist jedenfalls groß.
Eingezogen ist das neun Monate alte Weibchen Ende März. Es stammt aus dem Parco Faunistico La Torbiera in Italien. „Das Rote Panda-Weibchen machte von Anfang an einen entspannten Eindruck. Nach seiner Ankunft hat es sich rasch eingelebt und schon bald Bambus gefressen. Das Zusammenleben mit unserem Männchen wirkt sehr harmonisch. Wir hoffen nun natürlich, dass die beiden künftig für Nachwuchs sorgen werden“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.
Tiere sind stark gefährdet
„Das Männchen und das Weibchen sind einfach zu unterscheiden, das Weibchen hat eine deutlich hellere Gesichtszeichnung. Rote Pandas gelten leider als stark gefährdet. Besonders die Abholzung von Wäldern und Wilderei sind für den Rückgang dieser Tierart verantwortlich“, erläutert Rupert Kainradl, MSc., zuständiger Kurator im Tiergarten.
„Rote Pandas sind ausgezeichnete Kletterer. Ihre scharfen Krallen und behaarten Sohlen geben den Tieren sicheren Halt, während der buschige Schwanz ihnen dabei hilft, das Gleichgewicht zu halten“, so Direktor Hering-Hagenbeck.
Mit dem Großen Panda sind Rote Pandas trotz ihres Namens nicht näher verwandt. Sie bilden ihre eigene Familie: die Katzenbären. Näher sind Rote Pandas etwa mit den Waschbären oder den Nasenbären verwandt, die wiederum zur Familie der Kleinbären gehören.
Dichtes Fell für ein Leben im Himalaya
Rote Pandas bewohnen Gebirgs- und Bambuswälder im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas. Dort herrschen teils eisige Temperaturen. Rote Pandas sind mit ihrem dichten Fell jedoch bestens an kühles Wetter angepasst. Die Tiere kommen daher auch mit dem derzeitig wechselhaften Frühlingswetter in Wien sehr gut zurecht.
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