In Tirol lief am Mittwoch ab 16 Uhr ein Großeinsatz nach einem Lawinenalarm. Laut Leitstelle Tirol wurde eine Person teilverschüttet, nach einem weiteren Wintersportler wurde fieberhaft gesucht. Kurz nach 18 Uhr wurde er gefunden. Vier Hubschrauber, 14 Bergrettungen und Lawinenhunde waren vor Ort.
Das Unglück ereignete sich erst am späten Nachmittag. Kurz vor 16 Uhr gab es Alarm. Im Bereich der Mute, westlich unterhalb der Staumauer, im Wintersportort Kühtai (Bezirk Imst) wurden zwei Snowboarder von Schneemassen erfasst.
Mit Schussfahrt Lawine entkommen
Laut Leitstelle wurde ein Teilverschütteter relativ rasch mit Verletzungen geborgen, allerdings wurde ein weiterer Snowboarder vorerst noch vermisst. Eine dritte Person blieb bei dem Unglück unverletzt. Sie konnte der Lawine in Schussfahrt entkommen.
Vier Helis, mehrere Bergrettungen und Hunde vor Ort
Eine große Suche nach dem Vermissten dauerte bis kurz nach 18 Uhr an. Über seinen Gesundheitszustand war vorerst nichts Genaueres bekannt. Vor Ort befanden sich 14 Bergrettungen aus der Umgebung, Lawinenhunde und die Hubschrauber „Martin 2“, „Christophorus 1“, „Christophorus 5“ sowie die „Libelle Tirol“.
Offenbar hatten die Wintersportler kein LVS-Gerät dabei. Bei der Suche kam auch das RECCO-Suchgerät zum Einsatz.
Lawinenwarnstufe drei
Bei dem Abgang handelte es sich um eine „mittelgroße Lawine im schwachen Altschnee“, wie Patrick Nairz, Leiter des Lawinenwarndienstes, gegenüber der „Krone“ sagt. Am Mittwoch herrschte in Tirol Stufe drei, also erheblich.
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