Einmal mehr setzte Tirol beim Urlauberverkehr auf Abfahrverbote. Mit dieser seit mehreren Jahren geltenden Maßnahme soll verhindert werden, dass Durchreisende im Falle eines Staus von der Autobahn oder von Hauptverkehrsrouten abfahren und das niederrangige Straßennetz verstopfen. Nun liegt die Bilanz für den abgelaufenen Winter vor.
Bis inklusive Ostermontag galten in den Bezirken Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land (Brennerverkehr), Imst, Kufstein, Reutte und Schwaz die Winterfahrverbote für den Ausweichverkehr. Seit Weihnachten seien insgesamt 411.400 Fahrzeuge zurück auf das hochrangige Straßennetz geleitet worden, die einem Stau ausweichen wollten, berichtete das Land.
Hauptbetroffen war einmal mehr der Bezirk Reutte mit der Transitroute am Fernpass. Dort versuchten über 173.400 Fahrzeuge, dem Stau zu entgehen.
„Halten an Maßnahmen fest“
„Die Bilanz des heurigen Winters zeigt deutlich, wie groß der Verkehrsdruck von Nord nach Süd und in Tirol ist. Wir halten an unseren strengen Maßnahmen gegen den Ausweichverkehr fest, mittlerweile folgen uns auch andere europäische Regionen. Wir setzen weiterhin auf strenge Kontrollen und passen die Maßnahmen wenn notwendig an“, so LH Anton Mattle (ÖVP).
IVS-Gesetz gibt neue Hoffnung
Eine Hoffnung auf Besserung setzt die schwarz-rote Landesregierung in das jüngst verabschiedete IVS-Gesetz. Mit dem Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetz (IVS) werden Anbieter von Navigationssystemen verpflichtet, die Abfahrverbote anzuzeigen.
Forstwege und Langlaufloipen
Damit sei ein weiterer Meilenstein gegen den Ausweichverkehr gelungen, betont Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ): „Die Erfahrungen aus mittlerweile acht Jahren Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz in Tirol zeigen, dass viele Durchreisende aus Unwissenheit oft blindlings auf Gemeindestraßen, manchmal sogar Forstwegen oder Langlaufloipen landen. Werden erst gar keine Alternativrouten angezeigt, kann das in der Zukunft dazu beitragen, den Ausweichverkehr zu verringern und die Versorgungssicherheit in den Gemeinden sicherzustellen.“
Die Fahrverbote für den Ausweichverkehr während der Sommersaison werden bereits in wenigen Wochen in Kraft treten.
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