Renditen gestiegen

Österreich holt sich mit Bundesanleihen 2,3 Mrd. €

Wirtschaft
07.04.2026 15:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Republik Österreich hat sich über zwei Bundesanleihen 2,3 Milliarden Euro am Markt geholt. Aufgestockt wurden die zehnjährige Benchmark-Anleihe sowie ein siebenjähriges Papier mit einer Restlaufzeit von vier Jahren, hieß es am Dienstag.

Der Krieg im Iran sorge für ein international volatiles Umfeld, die Nachfrage nach den heimischen Papieren sei dennoch überdurchschnittlich hoch gewesen, sagte ein Sprecher der Oesterreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) weiter.

Österreich gilt noch immer als „Safe Haven“
Österreich werde demnach immer noch als „Safe Haven“ (sicherer Hafen, Anm.) wahrgenommen. Vor allem mittlere Laufzeiten seien seit Ausbruch des Iran-Kriegs bei den Investoren gefragt, die Nachfrage nach längerfristigen Papieren sei dagegen nicht so groß. Die zehnjährige Anleihe war bei der heutigen Auktion dreifach überzeichnet, die vierjährige Anleihe verzeichnete eine Bid-Cover-Ratio von 2,48.

Renditen im Vergleich zum März gestiegen
Die Emissionsrendite belief sich den Angaben zufolge auf 2,845 Prozent für die vierjährige Anleihe und auf 3,279 Prozent für die zehnjährige. Im Monatsvergleich haben sich die Renditen erhöht: Bei der Auktion im März lag die Rendite für die Benchmark-Anleihe noch bei 3,097 Prozent. Auch der Zinsabstand zur deutschen Benchmark-Anleihe hat sich mit drei Basispunkten minimal ausgeweitet, im Verhältnis zu anderen Ländern steht Österreich laut dem OeBFA-Sprecher damit aber gut da. Italien habe beispielsweise eine Spread-Ausweitung von 20 Basispunkten hinnehmen müssen, in Belgien seien es 7 Basispunkte gewesen.

Bewegung bei Leitzinserwartungen
Bewegung gab es in den vergangenen Wochen auch bei den Leitzinserwartungen. Am Markt wird im Hinblick auf die höheren Ölpreise und die gestiegenen Inflationserwartungen mit immer mehr Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank (EZB) bis Ende 2026 gerechnet. Mittlerweile seien Erhöhungen von 75 Basispunkten eingepreist, sagte der OeBFA-Sprecher. Vor rund einem Monat waren es lediglich 40 Basispunkte.

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