„Krone“-Kommentar

400 Millionen Dollar für das Leben eines Soldaten

Kolumnen
07.04.2026 18:00

Bei dem Husarenstreich zur Rettung des zweiten abgestürzten Piloten haben die USA Kriegsgerät im Wert von 400 Millionen Dollar verloren (aber kein weiteres Opfer): zwei Transportflugzeuge, vier Helikopter und zusätzliche Hightech-Ausrüstung. Das zeigt, was dem US-Militär das Leben eines Soldaten wert ist.

Natürlich ging es auch um das Prestige des Präsidenten. Wehe, wenn das schiefgegangen wäre! Das Debakel bei der Befreiungsaktion 1980 für die US-Botschaftsgeiseln in Teheran hatte Präsident Jimmy Carter letztlich die Wahl gekostet.

Dieser Aufwand im Iran – Hollywood scharrt schon in den Startlöchern – ist auch der Struktur einer Freiwilligenarmee geschuldet, die Bewerbern Sicherheit bieten muss. Der Aufwand sinkt bei einer Wehrpflichtarmee. Das wusste schon Napoleon mit der „Volksmobilisierung“.

Ausnahme ist Israels Volksheer („Wir lassen keinen zurück!“): Die Regierung tauschte 2011 den Soldaten Gilad Schalit nach fünfjähriger Geiselhaft gegen 1027 palästinensische Gefangene aus, darunter der spätere Hamas-Chef von Gaza und Hauptplaner des Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023, Yahya Sinwar.

Sinwar saß damals bereits 22 Jahre in israelischer Haft und verbüßte vier lebenslange Haftstrafen wegen der Entführung und Ermordung u. a. zweier israelischer Soldaten. Diese Verstrickung wurde zu einem Hauptargument der Befürworter der Todesstrafe für palästinensische Terroristen.

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