In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind nach einem iranischen Angriff auf eine petrochemische Anlage des Kunststoffherstellers Borouge mehrere Brände ausgebrochen. Die Anlage ist eine Unternehmenskooperation der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) und der österreichischen OMV.
Am Sonntag meldete das Medienbüro von Abu Dhabi Feuer in einer petrochemischen Anlage von Borouge International. Diese ist ein Zusammenschluss (Joint Venture) der heimischen, teilstaatlichen OMV und des Energiekonzers ADNOC. Erst Ende März hatten diese ihre Chemiesparten zur neuen Borouge International mit Sitz in Wien zusammengelegt.
Herabfallende Trümmer iranischer Drohnen
Die Behörden rückten zu mehreren Bränden in der Petrochemieanlage aus und geben an, dass die Brände durch herabfallende Trümmerteile entstanden seien. Diese sollen demnach von iranischen Drohnen stammen, die von Luftabwehrsystemen abgefangen werden konnten. Die Produktion in der Anlage wurde sofort eingestellt und der Schaden werde nun geprüft. Verletzte gab es laut den Behörden keine. Die Anlage befindet sich in Ruwais, nahe der westlichen Grenze der VAE zu Saudi-Arabien.
OMV-Tochter an Unternehmen beteiligt
Der Zusammenschluss von Borealis (Tochtergesellschaft der OMV), Borouge und Nova Chemicals schaffte einen globalen Kunststoffkonzern und den viertgrößten Produzenten von Polyolefin-Kunststoffen. Das Unternehmen mit einem Wert von rund 52,1 Milliarden Euro (60 Mrd. US-Dollar) wurde 1998 gegründet, sitzt in Abu Dhabi und betreibt in der Al Ruwais Industrial City einen der größten Anlagenkomplexe weltweit.
Auch Drohnenangriffe in Bahrain und Kuwait
Im Golfstaat Bahrain verursachte ein iranischer Drohnenangriff am Sonntagmorgen Brände in einem Lager von Bapco Energies. Dem Energieunternehmen nach wurden die Flammen vollständig gelöscht und es gab keine Verletzten. Auch die Gulf Petrochemical Industries Company (GPIC) in Bahrain meldete Schäden an mehreren Anlagen durch iranische Drohnenangriffe am Morgen, ebenfalls ohne Verletzte. Das berichtete die Staatsagentur BNA.
In Kuwait meldeten Ministerien laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna schwere Schäden an Infrastruktur, Regierungsgebäuden und einer Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Diese waren demnach ebenfalls das Ergebnis iranischen Beschusses. Auch hier gab es keine Verletzten.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe vor fünf Wochen reagiert der Iran mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Kuwait und andere Golfstaaten, in denen US-Militärbasen stehen.
OPEC berät Ölproduktion
Wegen der möglichen Auswirkungen des Konflikts auf die Ölpreise wollen acht OPEC-Staaten über ihre Produktionsquoten beraten. Im April hatte die OPEC+-Gruppe die Produktion bereits um 206.000 Barrel pro Tag erhöht.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.