Spektakuläre Rettung

Abgestürzter Soldat versteckte sich in Felsspalt

Ausland
05.04.2026 08:54

Der US-Soldat, dessen Kampfjet vom Iran abgeschossen worden war, wurde gerettet. „Wir haben ihn“, schrieb US-Präsident Donald Trump. Es sei eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des Militärs in der Geschichte des Landes gewesen – Pannen inklusive ...

Der Soldat sei verletzt worden, aber es werde ihm gut gehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social weiter. Bei dem Rettungseinsatz kam es laut einem US-Beamten zu einem „heftigen Feuergefecht“.

Die iranischen Revolutionsgarden, die ebenfalls auf der Suche nach dem Mann waren, berichteten von Luftangriffen in dem Gebiet. Der US-Soldat sei „von unseren Feinden gejagt“ worden, sagte Trump. Sie seien ihm stündlich näher gekommen.

An der nächtlichen Rettungsaktion sollen Spezialeinheiten verschiedener Teilstreitkräfte beteiligt gewesen sein. Die Elitetruppe Navy SEAL Team 6 evakuierte den US-Soldaten laut „New York Times“ schlussendlich nach einem zweitägigen Wettlauf.

Das US-Militär hat den Soldaten gerettet, dessen Kampfjet vom Iran abgeschossen worden war ...
Das US-Militär hat den Soldaten gerettet, dessen Kampfjet vom Iran abgeschossen worden war (Symbolbild).(Bild: Krone KREATIV/AFP/JACK GUEZ/KroneKREATIV)

Die Militärführung hätte seinen Standort in den Bergen „rund um die Uhr“ überwacht und seine Rettung akribisch geplant, hieß es weiter. Hätte das iranische Militär das Besatzungsmitglied zuerst gefunden, hätte es den Soldaten als Druckmittel nutzen können. Für die Ergreifung des Mannes war eine hohe Geldsumme versprochen worden. 

Rettung forderte Tote und Verletzte
Laut iranischen Angaben wurden bei den Angriffen in dem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied aufgehalten hatte, drei Menschen getötet. Um den abgestürzten Amerikaner war auch eine Propagandaschlacht ausgebrochen. Die USA hätten die Hoffnung aufgegeben, den Soldaten retten zu können, hatte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zuvor noch gemeldet.

Die Rettungsmission war ein Wettlauf gegen die Zeit:

Wie berichtet, war am Freitag ein US-Kampfflugzeug über iranischem Gebiet abgeschossen worden. Der Pilot konnte von zwei Militärhubschraubern gerettet werden. Nach dem zweiten Besatzungsmitglied wurde von beiden Seiten gesucht. Nach Angaben aus US-Kreisen nutzte der Soldat das sogenannte SERE-Training („Überleben, Entkommen, Widerstand und Flucht“), um einer Gefangennahme zu entgehen. Er habe sich von der Absturzstelle entfernt und ein Notsignal abgesetzt.

Nach dem Ausstieg aus der F-15E verbarg sich der Offizier zuletzt in einer Felsspalte, sein genauer Standort war anfangs unbekannt. Der Jet wurde in einer regierungsfeindlichen Region abgeschossen. Es ist nicht klar, ob Einheimische dem Offizier geholfen haben.

Enorme komplexe Rettungsmission
Um die iranischen Suchtrupps zu täuschen, startete die CIA laut „New York Times“ eine Desinformationskampagne. Sie sollte die Iraner glauben lassen, der Pilot sei bereits mit einem Bodenkonvoi außer Landes gebracht worden. Schließlich fand die CIA sein Versteck und gab die Information an das Pentagon, das die Rettung einleitete.

An der Mission waren Hunderte Spezialkräfte sowie Dutzende Kampfflugzeuge und Helikopter beteiligt. Der Flieger entkam den Iranern über 24 Stunden, wobei er laut US-Medien auch einen 2100 Meter hohen Bergrücken erklomm. US-Jets bombardierten iranische Konvois, um sie vom Versteck fernzuhalten. Als die US-Kommandos sich näherten, hielten sie die Verfolger mit gezieltem Feuer auf Abstand.

Der Offizier nutzte seine Notfallausrüstung nur sparsam, da der Feind die Signale orten konnte. „Ein hochrangiger US-Militär beschrieb die Mission wegen des Geländes, der Verletzungen des Mannes und der nahenden iranischen Kräfte als eine der komplexesten in der Geschichte der US-Spezialeinheiten“, berichtet die „New York Times“.

Bange Momente vor endgültiger Rettung
Kurz vor Schluss kam es noch zu einer Panne: Zwei Transportflugzeuge blieben nach der Bergung des US-Soldaten auf einem Stützpunkt im Iran stecken (siehe Tweet oben). Das Kommando ließ drei neue Maschinen einfliegen, um alle Beteiligten zu evakuieren, und sprengte die havarierten Flugzeuge, um sie dem Iran nicht zu überlassen.

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