Viele Fragen offen

Freund totgewürgt: Verdächtiger steht vor U-Haft

Wien
04.04.2026 13:53
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Bekanntwerden eines Tötungsdelikts am Freitagabend in einer Wohnung am sogenannten Baumgartner Spitz befindet sich der Mieter (36) der Wohnung nun in Gewahrsam der Justiz. Die Staatsanwaltschaft Wien teilte am Karsamstag mit, dass seine Überstellung in eine Justizanstalt angeordnet wurde. Ein Antrag auf Untersuchungshaft soll in Kürze gestellt werden.

Laut Polizeisprecherin Anna Gutt hat der Mann die Tat vollständig gestanden. Nachbarn hatten die Polizei am späten Donnerstagabend gegen 22 Uhr alarmiert, nachdem sie einen starken Verwesungsgeruch aus der Wohnung wahrgenommen hatten. Die Berufsfeuerwehr öffnete daraufhin die Tür, wo die Einsatzkräfte einen Leichnam in fortgeschrittenem Verwesungszustand vorfanden. Sofort bestand der Verdacht auf einen gewaltsamen Tod.

In diesem Gemeindebau kam es zum tödlichen Streit.
In diesem Gemeindebau kam es zum tödlichen Streit.(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)

Der Verdacht gegen den 36-jährigen Mieter bestätigte sich noch am selben Abend, woraufhin er festgenommen wurde. Das vorläufige Obduktionsergebnis zeigte, dass die Todesursache Gewalteinwirkung am Hals war. In einer ausführlichen Vernehmung am Freitag gab der Mann an, dass es sich bei dem Opfer um einen Freund handelte, der ihn besucht hatte.

Während des Besuchs sei es zu einem Streit gekommen, der eskalierte, und schließlich habe er den Freund gewürgt. Die genauen Gründe für den Streit sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Weiterhin viele Fragen offen
Einige Details bleiben noch unklar, darunter der exakte Todeszeitpunkt. Das Opfer dürfte bereits mehrere Wochen in der Wohnung gelegen haben. Ungeklärt ist außerdem, ob der Beschuldigte nach der Tat noch einmal in seine Wohnung zurückkehrte. Auch die Identität des Opfers muss noch endgültig über einen DNA-Abgleich bestätigt werden. Nach Einschätzung der Ermittler hat dies jedoch keinen Einfluss auf die grundlegende Aufklärung des Falles.

Nach aktuellem Stand dürfte die Tat im Zusammenhang mit dem Drogenmilieu stehen, dem sowohl Täter als auch Opfer angehörten. Bei seiner Festnahme dürfte der 36-Jährige unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben.

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