Vor Betrug gerettet

Wiener Bankmitarbeiter stoppt falschen Polizisten

Wien
30.05.2026 13:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dank der Aufmerksamkeit eines Bankmitarbeiters ist in Wien am Freitagnachmittag ein dreister Betrugsversuch an einem 90-jährigen Pensionisten rechtzeitig gestoppt worden. Ein falscher Polizist wollte den Mann offenbar um 15.000 Euro bringen.

Der bislang unbekannte Täter hatte den Senior zuvor telefonisch kontaktiert und sich als Polizist ausgegeben. Unter dem Vorwand einer laufenden Festnahme wurde der 90-Jährige aufgefordert, 15.000 Euro von seinem Konto abzuheben. Ein angeblicher „Kollege“ werde ihn dabei begleiten.

Kopfbedeckung mit Aufschrift „Polizei“
Kurz darauf erschien tatsächlich ein Mann, der eine Kopfbedeckung mit der Aufschrift „Polizei“ trug und einen vermeintlichen Dienstausweis vorzeigte. Gemeinsam begab man sich zu einer Bankfiliale im dritten Bezirk.

Die Polizei warnt!

Wie kann ich mich schützen?

  • Beenden Sie das Telefonat!
  • Die Polizei übernimmt und bewahrt grundsätzlich kein Bargeld oder Wert- gegenstände für Sie auf!
  • Seien Sie vorsichtig, wenn ein Anrufer Sie nach Wertgegenständen, Bar geld oder Kontoguthaben anspricht. Beenden Sie in diesem Fall sofort das Gespräch! 

Wie schütze ich meine älteren Verwandten?

  • Klären Sie Ihre Verwandten über diese Betrugsform auf.
  • Reden Sie in Ihrem engsten Verwandtenkreis über diese Vorgehensweise.
  • Legen Sie für Ihre Angehörigen auch alternative Ansprechpartnerinnen und -partner für die Kontaktaufnahme fest, falls Sie einmal nicht sofort erreichbar sind. 

Was mache ich im Schadensfall?

  • Sobald Sie merken, dass die oder der Anrufende Geld von Ihnen verlangt, brechen Sie das Gespräch ab!
  • Notieren Sie sich die Nummer der Anruferin oder des Anrufers.
  • Wenden Sie sich an die nächste Polizeidienststelle und erstatten Sie An zeige. 

Dort wurde ein Bankmitarbeiter jedoch misstrauisch, als der 90-Jährige angab, das Geld für eine wartende Person beheben zu sollen. Er verständigte umgehend den Polizeinotruf und verhinderte so die Auszahlung.

Der mutmaßliche Komplize konnte flüchten. Eine Fahndung blieb bislang erfolglos. Die Ermittlungen führt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum-Ost.

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