Gefahr im Mittelmeer
Russen-Gastanker treibt „unkontrolliert auf See“
Der russische Tanker „Arctic Metagaz“ ist Anfang März in Brand geraten – wegen des geladenen Flüssigerdgases könnte er zur Gefahr für andere Schiffe werden. Der Tanker treibt laut libyschen Behörden aktuell „unkontrolliert auf See.“
Eine Abschleppoperation des Tankers sei gescheitert, teilte die libysche Hafen- und Seeverkehrsbehörde unter Berufung auf das libysche Such- und Rettungskoordinationszentrum mit. Der manövrierunfähiger Flüssigerdgastanker treibe nun „unkontrolliert auf See“ vor der libyschen Küste im offenen Mittelmeer.
Das russische Gastankschiff „Arctic Metagaz“ war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert. Die 30 Mann starke Besatzung wurde gerettet. Das Schiff ist seitdem führerlos.




„Gefährliche“ Wetterbedingungen
Den libyschen Behördenangaben zufolge sei der Schleppvorgang am Donnerstag aufgrund schlechter Wetterbedingungen gescheitert. Das Schleppboot sei unter den „gefährlichen“ Wetterbedingungen nicht in der Lage gewesen, den Tanker erneut zu sichern. Alle Schiffe und Marineeinheiten wurden aufgefordert, das Gebiet zu meiden.
Libyens staatlicher Ölkonzern wollte den beschädigten Tanker zunächst in einen Hafen schleppen lassen und beauftragte dafür eine Spezialfirma. Später entschied sie jedoch, das Schiff in internationale Gewässer zu verlegen. Hintergrund war offenbar starker öffentlicher Druck, da viele Menschen vor den erheblichen Risiken durch die große Menge an Flüssiggas und Diesel an Bord in Küstennähe warnten.









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