Bei Arzneimitteln

Weißes Haus nimmt EU von höheren Zöllen aus

Wirtschaft
02.04.2026 22:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Jahr nach der großen Zolloffensive von US-Präsident Donald Trump legt seine Regierung mit weiteren Abgaben nach. Auf patentierte Arzneimittel werde künftig ein Zollsatz von 100 Prozent des Warenwerts fällig, hieß es. Für die EU gilt ein reduzierter Satz von 15 Prozent.

Für große Unternehmen gilt der neue Zollsatz in 120 Tagen, für kleinere in 180. Trump will mit seinem Vorgehen mehr Produktion in die Vereinigten Staaten holen und Arbeitsplätze sichern. Zudem sieht seine Regierung Mehreinnahmen in Milliardenhöhe. Besonders die hohen Arzneimittelpreise in den USA, die deutlich höher als in anderen Industrieländern sind, sind dem Republikaner bereits seit Längerem ein Dorn im Auge. Neue Zölle waren deshalb bereits erwartet worden. Der US-Präsident ist der Ansicht, dass Amerikanerinnen und Amerikaner mit den höheren Preisen die Forschung mitbezahlen, wovon auch andere Länder profitieren würden.

Ausgenommen sind zusätzlich zu EU-Staaten auch die Schweiz, das Vereinigte Königreich und Japan. Für die EU gilt ein reduzierter Satz von 15 Prozent. Laut dem Weißen Haus ist es auch möglich, die Zölle auf null zu senken, wenn Länder entsprechende Vereinbarungen mit den USA treffen und mit dem Bau von Fabriken in den Vereinigten Staaten beginnen.

Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für die deutsche Pharmaindustrie, knapp ein Viertel der Exporte geht dorthin. Auch Indien exportiert vor allem in die Vereinigten Staaten. Medikamente waren 2024 zudem die zweitwichtigste Produktgruppe (nach Maschinen und Geräten), die Österreich in die USA gebracht hat.

So begründet Trump seine Zollpolitik
Wie berichtet, werden die Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte künftig hingegen reduziert – und zwar auf 15 bis 25 Prozent. „Wir haben nicht die gewünschten Zolleinnahmen erzielt, da die Welt die angegebenen Kosten für Stahlimporte nach Amerika künstlich gesenkt hat“, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter. Trump selbst begründet sein Vorgehen immer wieder mit der „nationalen Sicherheit“. Mit den Zöllen werde die heimische Wirtschaft gestärkt. Wenn Importe aus dem Ausland teurer würden, könne sich die Bevölkerung nämlich verstärkt für US-Produkte entscheiden.

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