Auch Kupfer betroffen

USA senken Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte

Wirtschaft
02.04.2026 22:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die US-Regierung hat angekündigt, die Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zu senken. Der Zollsatz werde auf 15 bis 25 Prozent gesenkt, hieß es. Auf Rohstahl- und Aluminiumimporte soll hingegen weiter ein Zoll von 50 Prozent gelten.

Damit soll laut den Insiderinnen und Insidern ein „übermäßig kompliziertes“ System vereinfacht werden. US-Präsident Donald Trump hatte die Zölle im vergangenen Jahr auf 50 Prozent verdoppelt und auf Tausende Folgeprodukte ausgeweitet. Die Abgabe galt jedoch nur für den Teil des Stahl- und Aluminiumanteil des Produkts, was für Importeurinnen und Importeure einen hohen bürokratischen Aufwand bei der Berechnung bedeutete.

Künftig soll der niedrigere Zoll auf den Gesamtwert des importierten Folgeprodukts anfallen. Solange sie zu mehr als 15 Prozent aus Stahl, Aluminium oder Kupfer bestehen, wird laut dem Weißen Haus künftig ein einheitlicher Satz von 25 Prozent fällig. Zuvor lag dieser Satz bei 50 Prozent. Die niedrigere Rate von 15 Prozent könnte laut Insiderinnen und Insidern etwa für Anlagen zur Herstellung von Stahl gelten. Schmelzpfannen und Walzwerksmaschinen werden vor allem aus Deutschland und Italien importiert.

Der Zollsatz von 50 Prozent soll künftig nicht mehr auf den Preis des Exporteurs erhoben werden, sondern auf den Preis, der am amerikanischen Markt fällig wird. Für Unternehmen, die in die Vereinigten Staaten exportieren, könnten damit deutlich höhere Abgaben fällig werden.

Importe zogen stärker an als Exporte
Das US-Handelsdefizit hat sich im Februar weniger ausgeweitet als erwartet. Es stieg von 54,7 Milliarden US-Dollar auf 57,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Grund für die Entwicklung war, dass die Importe mit 4,3 Prozent etwas stärker anzogen als die Exporte mit 4,2 Prozent.  Bei Waren lag das Defizit bei 84,6 Milliarden Dollar, während es bei Dienstleistungen einen Überschuss von 27,3 Milliarden Dollar gab.

US-Präsident Donald Trump ist das Defizit seit Langem ein Dorn im Auge. Deshalb hat er den Protektionismus verschärft und fast alle Handelspartnerinnen und Handelspartner mit höheren Zöllen überzogen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt