Nach der Brenner-Demo zurück an den Verhandlungstisch, lautete eine der zentralen ÖVP-Forderungen in Tirol. Die erste Gelegenheit dazu bot sich Mittwoch bei einem Treffen mit den Euregio-Partnern Südtirol und Trentino, traditionell alles andere als Verbündete Tirols im Kampf gegen den Lkw-Transit.
Symbolträchtiger Treffpunkt war die Burg Trautson in Matrei am Brenner, vor kurzem Schauplatz einer nicht wenig aufsehenerregenden Demonstration. Doch wer nun geglaubt hat, die Euregio befasst sich auch mit diesem brisanten Thema, sieht sich enttäuscht.
Die Landeshauptleute unterschrieben eine Absichtserklärung für weitere fünf Jahre „Tour of the Alps“, beim „erfolgreichen Museumsjahr 2025“ ist eine Fortsetzung in Planung und eine gemeinsame digitale Schulplattform macht Euregio-Bildungsangebote künftig zentral zugänglich, lauten die überschaubaren Ergebnisse des Treffens, offiziell kommuniziert vom Land Tirol. Tirols LH Anton Mattle hat den Euregio-Vorsitz bis Herbst 2027 inne.
Es war ein starkes Zeichen der Wipptaler Bevölkerung.

LH Anton Mattle
Bild: Christof Birbaumer
Mauterhöhung am Brennerkorridor gefordert
Man verfolge beim Lkw-Transit „eine gemeinsame Zielsetzung“, nämlich dessen Reduktion, sagte Südtirols LH Arno Kompatscher (SVP) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen Anton Mattle (ÖVP). Beide forderten eine Mauterhöhung am Brennerkorridor.
Appell zur Verlagerung auf die Schiene
Mattle sieht die Brenner-Demo – sowohl was die Art und Weise betrifft, als auch inhaltlich – als Erfolg an. „Es war ein starkes Zeichen der Wipptaler Bevölkerung“, strich Mattle heraus. Befürchtungen auf Südtiroler Seite in Hinblick auf „Chaos und Stau“ seien zudem ausgeblieben. Nun liege es an der Euregio, die Transit-Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Zentral sei dabei etwa die „Verlagerung auf die Schiene“, die wiederum eine Fertigstellung der Brennerbasistunnel-Zulaufstrecken in Deutschland und Italien voraussetze, richtete Mattle einen entsprechenden Appell.
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