Lebte in Wald

Polizei nimmt „Guru“ wegen Kindesmisshandlung fest

Ausland
02.04.2026 13:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein selbst ernannter „spiritueller Meister“ hat seine Anhänger dazu bewegt, in einem baufälligen Haus auf Sizilien zu leben, während er selbst in einer luxuriösen Villa gelebt haben soll. Nun wurde der 59-jährige Mark Ravikiran Koppikar festgenommen, weil auch zwei Kinder unter „prekären hygienischen Bedingungen” auf dem Anwesen lebten. 

Ravikiran wird Beihilfe zur Kindesmisshandlung vorgeworfen. Der Deutsch-Inder soll eine Gemeinschaft von 15 Menschen angeführt haben, die in einem Wald bei Cefalù lebte. 

Kinder mussten in der Nacht Wachdienste leisten
Die beiden Kinder im Alter von sieben und elf Jahren waren demnach nicht geimpft, gingen nicht zur Schule und mussten nachts um das Haus, in dem sie lebten, Wachdienste leisten. In dem Haus lebten sie nach Medienangaben unter prekären hygienischen Bedingungen und ohne Strom. Die Rede ist von einem Umfeld, das „durch Formen der Isolation und psychologischer Konditionierung gekennzeichnet“ sei, zitierte Adnkronos die zuständige Staatsanwaltschaft.

Seine Anhänger lebten bescheiden, der „Guru“ dagegen präsentierte auf Facebook einen ganz anderen Lebensstil:

Der selbsternannte „Guru“ Mark Ravikiran Koppikar predigte Armut, war aber persönlich Luxus sehr ...
Der selbsternannte „Guru“ Mark Ravikiran Koppikar predigte Armut, war aber persönlich Luxus sehr zugetan.(Bild: facebook.com/shanti.koppikar)

Mann predigte Armut, hatte aber wohl Vorliebe für Luxus
Der Deutsch-Inder inszenierte sich demnach als spiritueller Lehrer der Gemeinschaft aus Deutschen, Briten und einer Italienerin. Er soll vor knapp zehn Jahren nach Sizilien gekommen sein und dort mehrere spirituelle Treffen abgehalten haben. Medien bezeichnen ihn als „Guru“. Wie Ansa berichtete, überzeugte er seine Anhänger zu einem Leben im Einklang mit der Natur und Armut. Der Mann selbst soll jedoch eine Vorliebe für Luxus gehabt haben.

Auslöser der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von Termini Imerese war der Hinweis des Vaters einer der Anhängerinnen des Deutsch-Inders und Mutter eines der Kinder. Der Mann, ein Hotelier aus Cefalù im Norden Siziliens, berichtete den Behörden von Manipulationen, denen seine Tochter durch die Gemeinschaft ausgesetzt gewesen sei, und von wiederholten Geldabhebungen der Frau. Die beiden Kinder wurden laut Ansa aus der Gemeinschaft geholt.

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