Nach der Pleite im Vorjahr verkauft der oberösterreichische Möbelhersteller Haka seinen Standort in Mondsee, 36 Beschäftigte sind von der Werksschließung betroffen. Heizungsspezialist Hargassner übernimmt die Liegenschaft.
Am 30. Juni sperrt Küchen- und Möbelhersteller Haka sein Werk in Mondsee zu. 36 Beschäftigte sind von der Schließung betroffen. Es sei eine „kaufmännische Entscheidung“, sagt Eigentümer und Geschäftsführer Gerhard Hackl zur „Krone“. Damit hat das Familienunternehmen ab Sommer nur mehr einen Standort: die Zentrale in Traun.
Haka hatte das Werk in Mondsee erst 2023 von Keramikhersteller Villeroy & Boch übernommen, doch die Expansion ging, rückblickend betrachtet, schief. Denn im Sommer 2025 schlitterte der Küchenhersteller, wie berichtet, in die Insolvenz. Der Verkauf des Standorts Mondsee ist nun wiederum die Folge: „Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Produkte, die wir dort produzieren, nicht mehr wirtschaftlich sind“, sagt Hackl. Verkauft wird das Werk an Hargassner, einen Spezialisten für Biomasseheizungen. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben.
Käufer dürfte nur wenige Mitarbeiter übernehmen
Hargassner – das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht äußern – dürfte eine Handvoll Mitarbeiter von Haka weiterbeschäftigen. Auch eine zweite Firma aus der Region hat Interesse, Beschäftigte zu übernehmen. Und Haka selbst will seinen Mitarbeitern das Angebot machen, in die Zentrale nach Traun zu wechseln. Dennoch wird es wohl nicht für alle Beschäftigten eine passende Lösung geben.
Haka hat aktuell rund 80 Mitarbeiter in Traun, nach der Umstrukturierung des Unternehmens sollen es um die 100 sein. Der Jahresumsatz liegt bei rund 20 Millionen Euro. Das Insolvenzverfahren ist inzwischen abgeschlossen, die Schulden von 7,9 Millionen Euro werden mit einer 33-prozentigen Quote abbezahlt, das Unternehmen weitergeführt.
Geschäftsführer Hackl ist zuversichtlich: „Wir spüren ein enorm hohes Vertrauen unserer Kunden.“ Doch wichtig für die Möbelbranche sei, „dass der Bau wieder anspringt. Da ist die Politik gefragt“.
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